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Zeugnis fuer Jesus

Ich wuenschte, ich koennte helfen. Da ich und meine Frau selber Jehovah's Witnesses waren, weiss ich, wie schwierig es ist, mit einem Jehovah's Witnesses in ein echtes Gespraech zu kommen. Kurz bevor ich mich von der Wachtturm-Gesellschaft trennte, mailte ich ein paar mal mit meinem besten Freund (der ebenfalls ZJ ist), um ihn ueber ein paar Ungereimtheiten in der Lehre der Wachtturm-Gesellschaft aufmerksam zu machen. Ab da merkte ich, man beisst foermlich auf Granit (und das obwohl auch er niemals ganz unkritisch war). Ein anderes Mal versuchte ich mit meiner Oma darueber zu reden, auch da biss ich wie auf Granit. Sie hoerte mir erst gar nicht zu, was mich ziemlich wuetend machte und ich anfing laut zu werden (und im Grunde habe ich dadurch die Wachtturm-Gesellschaft bekraeftigt, da ich dadurch das klassische Klischee vom unbeherrschten Abtruennigen und dem sanftmuetigen Jehovah's Witnesses, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen laesst, erfuellte).

Weisst Du, ab wann es bei mir wirklich "klick" gemacht hat? Als ich erkannte, dass Jesus niemals als Geistwesen auferstanden ist, sondern mit seinem fleischlichen Leib, in dem er auch gestorben ist. Diese Lehre, von der Auferstehung Jesu als Geistwesen, hat die Wachtturm-Gesellschaft ganz geschickt entwickelt. Jeder, der sich auf ein Studium mit Jehovah's Witnesses einlaesst, wird frueher oder spaeter mit dieser Lehre konfrontiert. Diese satanische Irrlehre anzunehmen, bewirkt bei dem Studierenden mehreres - einmal fuehlt er sich als "Wissender", da eigentlich nur die Wachtturm-Gesellschaft diese Lehre bringt und damit sagt: "Sieh her! Nur wir haben die wahre, tiefe Erkenntnis. Alle anderen christlichen Gemeinschaften lehren eine falsche Auferstehung Jesu Christi!". Der Studierende fuehlt sich so, als ob er nun anderen Christen ueberlegen ist, da er nun Dinge weiss, in denen sich alle anderen irren.

Zweitens und ueberhaupt das wichtigste Ergebnis ist, dass vom Opfer Jesu Christi von nun an geschickt abgelenkt werden kann, denn wie Paulus im 1. Korinther argumentiert, haengt gerade alles von der richtigen Auferstehung Jesu Christi ab (dazu schreibe ich gleich unten mehr).

Der Studierende muss jedoch darauf erst eingestimmt werden, eine solche im Grunde irrsinnige Lehre, anzunehmen. Ihm muss zuvor ein unkritischer Geist "eingeimpft" werden (besonders wenn er aus einer anderen christlichen Gemeinschaft stammt) und dies erreicht die Wachtturm-Gesellschaft beim Studium dadurch, dass sie zuvor den Studierenden in ein fuer die meisten neues Geheimnis einweiht: Jesus ist nicht am Kreuz, sondern am Pfahl gestorben.

Die Wachtturm-Gesellschaft exerziert dieses im Grunde schon fast banale Thema bis zum Geht-nicht-mehr mit dem Studierenden durch. Im Grunde ist es fuer die Bedeutung des Todes Jesu Christi voellig irrrelevant, ob er an einem Kreuz oder an einem Pfahl gestorben ist. Wieso aber legt die Wachtturm-Gesellschaft dennoch so viel Wert darauf? Weil sie die Funktionsweise unseres Gehirns kennt! Jeder kennt das Sprichwort: "Wer einmal luegt, dem glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht". Unser Gehirn ist darauf trainiert, moeglichst gleiche Muster zu erkennen.

Unterhalten wir uns z.B. mit einer Person und stellen wir im Verlaufe des Gespraechs fest, dass er sich z.B. widerspricht oder dass er luegt, dann suchen wir im weiteren Verlauf nach weiteren Luegen oder Widerspruechen. Alles, was uns unser Gespraechspartner ab diesem Moment erzaehlt, egal wie ehrlich es ist, werden wir fortwaehrend nur noch mit Argwohn und unter Vorbehalt annehmen. Der umgekehrte Fall spielt sich genauso ab. Vertrauen wir einem Gespraechspartner, weil wir bei ihm keine Ungereimtheiten feststellen konnten, dann werden wir immer vertrauensseeliger, d.h. er kann uns im Grunde irgendwann lauter geschickte Luegenmaerchen auftischen, unser Gehirn wird diese kaum noch bewusst wahrnehmen.

Die Wachtturm-Gesellschaft legt durch eine geschickte Argumentationsweise sehr viel Wert darauf, den Studierenden dazu zu bringen, zu glauben, Jesus ist nicht an einem Kreuz sondern an einem Pfahl gestorben. Alle anderen christlichen Gemeinschaften bezichtigt die Wachtturm-Gesellschaft dabei ganz geschickt der absichtlichen Luege, indem sie im Grunde behauptet, alle anderen Gemeinschaften wuerden genau wissen, dass Jesus an einem Pfahl gestorben ist, nur die Wachtturm-Gesellschaft gibt dies auch ehrlich zu und hat deshalb ihre Lehre dahingehend korrigiert (denn es wird kaum vergessen, darauf hinzuweisen, dass auch Jehovah's Witnesses frueher an das Kreuz glaubten. Diese Art der geschickten Manipulation begegnet dem Studierenden immer wieder: "Frueher haben auch Jehovah's Witnesses Weinachten gefeiert, bis sie erkannten, dass es verkehrt ist" usw.)

Glaubt er diesen Argumenten, dann deshalb weil er sich wieder denkt: Mann, oh Mann! Die Wachtturm-Gesellschaft ist ja wirklich ehrlich. Waehrend alle christlichen Gemeinschaften auf ihren Irrtum beharren, aendert sich die Wachtturm-Gesellschaft sofort, wenn sie eine neue "Wahrheit" entdeckt! Ab diesem Zeitpunkt ist der Geist fuer Luegen empfaenglich, wenn sie geschickt verpackt sind, da er immer unkritischer wird. Der Grund fuer ein durch und durch satanisches Lehrgebaeude ist gelegt und der Studierende wird sich kaum dagegen wehren koennen, da hauptsaechlich Menschen mit Jehovah's Witnesses studieren, die so gut wie gar keine biblischen Kenntnisse besitzen, und denen man dementsprechend eine Luege nach der anderen erzaehlen kann.

Aber jetzt moechte ich noch gern auf den von Dir auf Deiner Website angefuehrten Paulus-Brief 1. Korinther eingehen, da die Argumentationsweise des Paulus auch darauf hinweist, wie Jesus auferstanden sein muss:

21 Denn weil ja in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, so gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten; 22 weil ja sowohl Juden Zeichen fordern, als auch Griechen Weisheit suchen; 23 wir aber predigen Christum als gekreuzigt, den Juden ein Aergernis, und den Nationen eine Torheit; 24 den Berufenen selbst aber, sowohl Juden als Griechen, Christum, Gottes Kraft und Gottes Weisheit; 25 denn das Toerichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist staerker als die Menschen.

Paulus schreibt davon, dass er sowohl den Juden als auch den Nationen den gekreuzigten Christus predigt. Er schreibt, dass es die Nationen als Torheit betrachten. Aber was betrachteten sie als Torheit? Das ein Mensch an einem Kreuz starb? Bestimmt nicht, dass kannten sie von den Roemern. Aber sie betrachten es als Torheit, dass ein Mensch von den Toten aufersteht.

Denn glaubten nicht gerade die Heiden (z.B. die Griechen) an die Unsterblichkeit der Seele? Gerade diese Lehre des griechischen Philosophen Platon, der in der Zeit von 427 bis 347 v. Chr. lebte, war zum damaligen Zeitpunkt schon lange verbreitet. Glaubten nicht gerade die Heiden, dass wenn ein Mensch stirbt, ein Teil von ihm weiterlebt? Konnten sie es also wirklich als Torheit betrachten, wenn ihnen Paulus das lehrte, was die Wachtturm-Gesellschaft uns lehrt - naemlich das Jesus nicht als Mensch sondern als Geistwesen unsichtbar auferweckt wurde? Das waere fuer sie niemals eine Torheit gewesen - im Gegenteil, das haette fast ihrem Glauben entsprochen. Aber an eins glaubten sie nicht: dass ein Mensch wieder als Mensch zum Leben kommen wuerde. Fuer die Juden war dies ein Aergernis, aber fuer die Heiden war dies unmoeglich. Sie wuerden ueber jeden, der ihnen so etwas erzaehlt, lachen und ihn als Spinner abstempeln. So etwas ist noch nie passiert und widersprach der damals ueblichen und logischen Ansicht ueber den Tod und dessen Auswirkungen. An ein Weiterleben nach dem Tod glaubten damals alle, aber eine Auferstehung von den Toten war fuer sie unmoeglich und laecherlich.


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