von Doris
In der Versammlung der Jehovah's Witnesses wird grosser Wert auf die Kleidung gelegt. Es wird gesagt: Einen Jehovah's Witnesses erkennt man an der Kleidung. Sie sollte Ausdruck des Glaubens an Jehova sein.
Ich finde das sehr gefaehrlich, besonders fuer die Frauen. Denn im Unterbewusstsein laeuft eine Modenschau ab. Man darf doch nicht so "alt und vergammelt" herumlaufen, sondern soll schick und hergerichtet sein. Man repraesentiert doch das auserwaehlte Volk. Und auch die Wohnung, die Kinder, das Auto usw. muessen tip top sein. - Das aeussere Bild der Vollkommenheit in der heutigen Zeit.
Das kann ein sehr grosser Druck fuer Hausfrauen sein, besonders wenn mehrere kleine Kinder da sind. Es kann in Stress und Konkurenzkampf ausarten. Ebenso kann das perfekte Bild des Zeugen-Jehovas-Mannes in der Frau Unzufriedenheit gegenueber ihrem Mann hervorrufen. Es kostet viel Zeit, Kraft und Geld.
Es gibt den Spruch: Sage mir, was du hast, und ich sage dir, was du bist. Wenn ich immer nur nach den Massstaeben anderer Menschen funktionieren soll, wo finde ich die Ruhe und den Halt der Selbsterkenntnis? Wie schnell neigt der Mensch zum Urteilen ("die komische Schwester" wird getuschelt oder "wie laeuft die denn rum" ...)
Es erinnert mich an den Ehrgeiz in der Welt, obwohl das Gegenteil gelehrt wird. Eine seltsame Sache: Kein Teil der Welt sein, doch nach aussenhin die Welt perfekt repraesentieren.
Jesus stellte die Gesetze der Welt auf den Kopf.
Wer Jesus wirklich begriffen hat, wuerde sich nicht getrauen, ihn zu ignorieren, indem er nicht mit ihm redet. Ihn herunterzuspielen - indem er behauptet, er waere ein Engel. Sein Handeln nicht beachtet.
Jesus stellte das Denken der perfekten Welt auf den Kopf.
Er war der Koenig der Menschen, doch diese sahen einen Gesetzesbrecher und Aufwiegler, einen Abtruennigen in ihm. Was ist mit dem Sohn des Zimmermannes, ein einfacher Mensch, in einfachen Kleidern, ohne Besitz, nicht einmal einen Koffer oder zwei paar Schuhe. Seine Wunder, wie z.B. Tote zum Leben erwecken zaehlten nicht. Es geht um den aeusseren Schein.
Die Jehovah's Witnesses sagen: Jesus ist der Richter der Lebenden und der Toten, er ist der Koenig der Menschen, doch er ist nicht Gott. Muss ich als Mensch nicht trotzdem meinem Richter und Koenig die Ehre erweisen, die ihm gebuehrt? Kann ich sagen: Du bist zwar mein Richter und Koenig aber nicht mein Gott und deshalb bete ich durch dich, aber nicht zu dir? Wie kann ich Mensch, ein Nichts, durch Jesus, meinen Richter und Koenig, beten, um dann zu Gott zu beten?
Wer ist der Mensch, ist er mehr als der Richter und Koenig und Retter?
Hat er so viel mehr getan, indem er dem Schein der perfekten Welt verfaellt, so dass er denkt, er koenne sich ueber Jesus erhoehen und dann noch gottgefaellig sein? Will er Gott auch noch Vorschriften machen, indem der Mensch sagt, wer gerettet oder gerichtet ist? Macht er sich gottgleich? Es ist der Lohn der Suende gegen Gott gewesen. Ihr werdet sein wie Gott.
Wer ist der Gotteslaesterer
Jesu Anklagepunkt war Gotteslaesterung und der Mensch toetete ihn. Der Mensch macht die Gotteslaesterung tatsaechlich und legt die Rettung nach seinen eigenen Regeln fest. Was fuer ein Schein in dieser Welt!