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Die Strategie des Wachtturm

Der Wachtturm bedient den einfachen Schwarz-weiss-Menschen. Dies ist der Mensch, der froh ist, wenn er etwas schwarz auf weiss nach Hause tragen kann. Wie kleine Jungs sich wohlfuehlen und ein triumphales Gefuehl bekommen, wenn sie die Fussballer-Fotos eines Vereins in ihr Album geklebt haben, so sammelt der Zeuge Jehovas die Literatur der Watchtower Society und sortiert sie fein saeuberlich mal in die eine Ecke, mal in die andere.

Dass der Zeuge Jehovas nicht viel mehr mit dieser Literatur anfangen kann als dieses staendige Umsortieren der Hefte und Buecher, belegt sich selbst durch die mehrmals woechentlich stattfindenden Zwangsstudienstunden, die ihn Stueck fuer Stueck, Wort fuer Wort, Absatz fuer Absatz und Seite fuer Seite durch diese Texte schleifen. In diesen Studienzeiten werden die Texte gemeinsam wie in der untersten Stufe einer Grundschule heruntergelesen. In regelmaessigen Abstaenden werden Fragen gestellt und Antworten gegeben. Diese Fragen sind in den Heften schon vorgegeben und - wen wunderts - die Antworten auch.

So fliessen die Stunden des Bibelstudiums, die ja eigentlich nur Wachtturmstudien sind, zaeh vor sich hin und man spult mechanisch und ohne sichtbare Teilnahme die Texte herunter, um nicht aus der Gemeinschaft der "wahren Anbeter" ausgestossen zu werden.

Diese mechanisierte Vorgehensweise ist nicht nur ein aeusseres Zeichen fuer die geistliche Stumpfheit der Wachtturm-Lehrer aus Amerika, die den Wachtturm zusammenzimmern, sondern sie ist auch ein deutliches Symbol fuer den Inhalt der Lehre des Wachtturm. Diese Wachtturm-Lehre ist innen so hohl wie ein Totenschaedel und nur mechanistisch auf dem rein menschlichen Verstaendnis der Bibel aufgebaut. Da gibt es keine Begeisterung, keine aufs Knie zwingende Dankbarkeit, keine aus dem Heiligen Geist erstehende Liebe, keine goettliche Erfuellung, keine geistliche Erfahrung.

In diesen mechanischen Studienstunden des Jehovah's Witnesses gibt es nur billige kratzende Sonntagsanzuege, sittsame Ausgehkleider, knarrendes Gestuehl, raschelnden Teppichboden und jede Menge knochentrockene Literatur, die nicht ins Herz geht. Und es gibt regelmaessig dieses synchrone Rauschen der Blaetter, wenn die Jehovah's Witnesses Bibelstellen auf Kommando nachschlagen. Der Kopf-Glaeubige (was fuer ein Widerspruch!) ist in diesen Gruppen gewuenscht. Alles was nicht kopfglaeubig ist, geht sehr schnell von allein oder wird ausgesondert.

Waehrend die gesamte Bibel krass fordert, dass der Mensch sich Gott mit dem Herzen naehern solle, baut die Watchtower Society an einem Turm, der ausschliesslich aus menschlichen Grosshirnrinden-Bausteinen bestehend direkt in die Gemeinschaft mit Jehova fuehren soll. Diese rein menschengeist-orientierte Selbsterrettungsstrategie fusst auf der Spekulation eines Herrn Russell, der es nicht fuer noetig erachtete, den Glauben an Jesus zur Errettung zu nutzen, wie Jesus es will.

Ueber diesen Herrn Russell, den Grundsteinleger fuer so viele unglueckliche und verlorene Menschenleben, schreibt der Wachtturm selbst: "Mit 18 Jahren rief C. T. Russell einen Bibelkreis ins Leben und entwickelte ein methodisches Bibelstudium. A. H. Macmillan, der gemeinsam mit Russell in der Bibel forschte, beschrieb die Methode wie folgt: Jemand stellte eine Frage. Man besprach sie. Alle damit in Beziehung stehenden Bibelstellen wurden nachgeschlagen, und wenn man dann von der Uebereinstimmung dieser Texte ueberzeugt war, legte man dar, zu welchem Schluss man gekommen war. Russell war ueberzeugt, dass die Bibel in ihrer Gesamtheit eine harmonische, in sich stimmige Botschaft erkennen laesst, die auch mit dem Wesen ihres Urhebers - Gott - uebereinstimmt. Schwer verstaendliche Textstellen wuerden durch andere Bibelpassagen erhellt und ausgelegt."

Damit war der Anfang gemacht, eine Organisation aus dem Boden zu stampfen (was Rutherford in hoechst weltlicher Weise spaeter vollzog), die konsequent und systematisch den Faktor Glauben aus dem Leben der Menschen verbannte. Alle Faktoren werden auf den vertrockneten Schulbankdruecker heruntergeschraubt, um auf diese Weise so viele Anhaenger in diese Organisation zu bringen wie moeglich. Der Gedanke, Jesus selbst koennte tatsaechlich zu einem Menschen sprechen, wurde nicht nur aus dem Bewusstsein verdraengt, sondern zur Vorsicht auch noch argumentativ als absurd hingestellt.

Damit ist die Watchtower Society die sicherlich am besten geschulte Bibelkennergemeinschaft. Aber die vom Wachtturm geschulten Bibelkenner haben alle ein gemeinsames Zeichen an sich. Sie haben mit Jesus nicht wirklich etwas zu tun. Sie sind auf eine theoretische Menschen-Lehre fixiert und koennen nicht mehr von ihrem Herzen her agieren, geschweige denn auf Jesus zugehen oder auf ihn glaubend reagieren.

So steht Jesus vor der Tuer und klopft und klopft und klopft und klopft und klopft und klopft und klopft.

Die Jehovah's Witnesses hoeren ihn nicht. Denn sie muessen ja die Hefte und Buecher umsortieren. Dazu hat sie die Watchtower Society gebracht. Sie koennen nur noch Buecher und Hefte umsortieren. Wenn Jesus ihnen begegnet, erkennen sie ihn nicht. - Und die bunten Bilder in den Heften des Sklaven stellen Jesus ganz anders dar. Sie koennen sein Anklopfen nicht wahrnehmen und sind auf alle Zeiten dagegen immun. Sie sind mit ihrer Lernerei und ihrem Predigtdienst so sehr beschaeftigt, dass sie keine Zeit haben, mit Jesus zu sprechen. Aber das geht sowie so nicht. Das ist bei den Jehovah's Witnesses ja sogar verboten.

Die Strategie des Wachtturm laesst sich auf einen einzigen Punkt reduzieren. Es geht dem Wachtturm darum, doch nun endlich die Bibel praktisch in die Tat umzusetzen. Um bei diesem Vorhaben nicht wie ein Christ darauf angewiesen zu sein, dass Jesus ihn segne, wird der Unsicherheitsfaktor Jesus und der Glaube an ihn sorgfaeltig ausgebaut, entfernt. Daraus folgen jene "sittlichen" Anforderungen, die an den Jehovah's Witnesses gestellt werden. Es geht nur um Stunden-Ableisten, Linientreue, Verkaufsfertigkeit, gepflegtes Auftreten und die strikte Annahme, der Treue und Verstaendige Sklave haette Jesus auf dieser Welt ersetzt.

Dieses Nicht-abwarten-Koennen, dieses nicht mehr vorhandene Hoffen auf Jesus hat auch zu den blamablen Zeitrechnungen der Watchtower Society gefuehrt.

Nun koennte man als glaeubiger Christ annehmen, dass die Jehovah's Witnesses die Frucht ihrer Dummheit selbst erarbeitet und damit auch verdient haetten. Doch sind sie nur Verfuehrte, die - wie du und ich - schon einmal auf der Suche nach Gott waren. Sie moegen vielleicht in penetranter Ignoranz des Wortes Gottes geschult sein, aber sie sind Menschen. Sie sind Menschen, die Jesus liebt.

Deshalb lasst euch berufen zum Gespraech mit diesen Verlorenen.

Dazu gibt es hier eine gute Hilfe.


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© R. Hentschel ♦ Released: 18.11.2007 ♦ Print versionLinks to other web sites