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A god, who makes the contact to Jesus being a sin, must be Satan.

Trinitaet

Kommentar von einem Jehovah's Witnesses, der sich Lukas nennt

Lukas: Wer die Trinitaet mit der heiligen Schrift begruenden will, wird ohne Interpretation (wieder einmal) nicht auskommen. Und interpretieren kann man alles moegliche zu allen moeglichen Vorstellungen, wie der Mensch es haben will und wonach ihm die "Ohren jucken."

Ruediger: Die Trinitaet ist fuer mich keine wichtige oder kriegsentscheidende Sache. Die Dreieinigkeit kann manches fuer unsere menschliche Minimallogik begreiflich und ertraeglich machen, aber sie kann nicht als Bestandteil der Lehre Anspruch auf biblische Gueltigkeit erheben. So ist die Trinitaet auch kein Faktor, der Heilung und Rettung ein- oder ausschliesst. Insofern habe ich weder Muehe damit, sie biblisch zu widerlegen, noch sie biblisch zu beweisen. Denn beides tue ich nicht.

Nur eines kann in diesem Zusammenhang als bemerkenswert gelten: Die Trinitaet macht eben doch einiges fassbar, was von Gott im Allgemeinen behauptet wird und sich aufgrund unserer kleinen menschlichen Minimalhirnleistung uns als widerspruechlich darstellt. Doch ist das noch lange kein Grund, die Trinitaetslehre als Bestandteil der christlichen Lehre zu behandeln.

Lukas: Das schlimme ist: Der (ueberzeugte) Trinitarier glaubt tatsaechlich nicht, dass Jesus Gottes Sohn ist, auch wenn er das behauptet.

Ruediger: Was ist "der (ueberzeugte) Trinitarier"? Ich kenne viele Christen und weiss von den wenigsten, wie sie jeweils die Trinitaet gewichten. Im Lebensalltag laesst sich dazu keine klare Aussage finden. Daraus schliesse ich, dass die Trinitaet keine Rolle in ihrem Glaubensleben spielt. Vermutlich wuerde ich - wenn ich je einen "ueberzeugten Trinitarier" treffen sollte - dem selben einen Vogel zeigen. Denn eine solche menschliche Verstaendniskruecke kann nicht zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens sein.

Jesus sagt zu dem Geheilten: "Wirf deine Kruecken weg und geh!" Wir werden einmal so nah mit Gott zusammen sein, dass wir ihn auch ohne menschliche Hilfslehren verstehen. Aber schon jetzt legte sich meine Stirn in Falten, wenn ich von jemandem hoeren muesste, die Trinitaet sei ein tragender Bestandteil seines Glaubens.

Lukas: Er glaubt, dass Jesus der allmaechtige Gott sei, er macht den Sohn zum einzigen, allmaechtigen Gott, was er niemals war und ist, und auch nicht der Wille Jesu ist, so etwas zu behaupten.

Ruediger: Als ich glaeubig wurde, war mir das herzlich egal, wer Jesus genau war. Denn fuer mich zaehlte nur, dass ich in seinem Namen gerettet werden muss und dass seine besondere Lehre mir als die einzige erschien, die das sinnlose Dilemma der Welt ueberwindet. Diese Besonderheit ist der Punkt, dass er fuer unsere Rettung sorgt und dass aus dieser von ihm gewirkten Rettung ein Wachstum ausgeht, das nur in ihm moeglich ist.

Das heisst, dass alles Gute in mir nur durch ihn gewirkt werden kann. Ich muss also in ihm sein, um als seine Frucht Teil des Weinstocks zu sein. Welche anderen Eigenschaften dieser Jesus darueber hinaus noch hat, ist dabei erst einmal hoechst uninteressant. Denn zuerst kommt unsere Rettung in ihm und fuer etwas anderes ist er auch nicht auf die Erde gekommen.

Lukas: Damit glaubt er nicht Gott (und auch nicht Jesus), weil dieser andere Aussagen macht, sondern macht ihn zum Luegner.

Ruediger: Ob einer Gott und Jesus glaubt oder nicht, das macht sich mit Sicherheit nicht an der Denkhilfe der Dreineinigkeitslehre fest! Denn zuerst kommt die Rettung und die Annahme der Rettung. Und diese Rettung findet nun einmal in der Bindung an Jesus Christus statt. Sein Wort und Werk bewirken das Leben, das er selbst ist. Und wie sollte Jesus das Leben sein, wenn er nicht Gott selbst waere? Jesus sagt aber: "Ich bin die Wahrheit und das Leben".

Lukas: Wenn Jesus der allmaechtige Gott waere, so waere es ausgeschlossen, dass Jesus dann vom Vater gezeugt, und ermaechtigt und gesandt waere, dass er der Sohn ist, wo doch alles dies nicht urspruenglich von ihm ausgeht, sondern von einem, der groesser ist als er (vgl. Joh 14,28) und der vor ihm da war.

Ruediger: Die Lehre, dass Jesus "vom Vater gezeugt, und ermaechtigt und gesandt" ist, bindet sich einfach nur an die Tatsache, dass Gott in Jesus ganz zum Menschen geworden ist. Um den Menschen ueberhaupt als so ein in sich selbst ruhender Widerspruch begegnen zu koennen, wurde die Gottessohnschaft als eine Art Generalerklaerung von Gott schon im Alten Testament vorbereitet. Die Erscheinung des Messias musste in Menschenworten angekuendigt werden. Sonst haette es niemand glauben koennen.

Die Gottessohnschaft macht sich an der Phase des Menschseins Jesu fest. Und hier erstaunt uns auch die Perfektion der Worte Christi, wo er sogar vom Menschensohn spricht, der er sei! Damit rundet er fuer uns das Verstaendnis ab und macht uns klar, dass sein Sein eine lange von Gott vorbereitete Sache ist. Und er stellt uns mit der Gleichsetzung der Begriffe Gottessohn und Menschensohn in die Notwendigkeit der Erkenntnis, dass wir mit unserer Logik aufgeschmissen sind. Denn Gottessohn und Menschensohn ist er zugleich. Dies ist ein Hinweis, dass jeder Versuch des Verstehens Jesu mit menschlicher Logik scheitern muss. Darueber hinaus deutet er damit an, dass sich seine Gottessohnschaft und seine Menschensohnschaft auf die Phase seines Menschseins beziehen.

Lukas: Trotzdem versucht ihm das Dogma weiszumachen, beides sei moeglich: Dass der Sohn der Sohn sei, der Vater der Vater, und doch beide der allmaechtige und einzige Gott.

Ruediger: Nein, Dogmen sind menschengemachte Eckpunkte, Kernaussagen, die keine Rolle fuer einen wahren Christen spielen. Denn sein Glaube macht sich nicht an Menschengemachtem fest, sondern an der Erkenntnis, die ihm durch den Heiligen Geist geschenkt wird. Denn die Bindung an den Herrn Jesus ist sein Halt und nicht die Abstimmung mit Menschen, die sich mit bunt bebilderter Manipulationsliteratur vollpumpen lassen.

Genau so wenig koennen Dogmen einen wahren Christen beeinflussen, wenn sie auch aus katholischer oder evangelischer Ecke kommen. Und was der Heilige Geist sagt, ist weder als Dogma noch als Volkshochschulunterrichtsinhalt zu gebrauchen. Denn der Heilige Geist spricht ja gerade die Dinge aus, die man nicht von Menschen lernen kann.

Lukas: Und er macht den heiligen Geist (der Gottes Geist ist, wie unser Geist auch unser Geist ist) zur weiteren Person. Der jeweilige Geist ist es ja, der uns kennzeichnet und erst zu Personen macht, waehrend unsere koerperliche Huelle (das Fleisch) nur vergaengliche Wohnstaette desselben ist. Gott hat nun keine vergaengliche fleischliche (= irdische) Huelle, sondern einen geistlichen (= himmlischen) Koerper, der unvergaenglich ist. Und in diesem geistlichen Koerper des Allmaechtigen wohnt sein heiliger Geist (so wie Gott heilig ist), den er aber den Menschen schon in dieser Welt als "Unterpfand" und Geschenk geben kann und moechte, damit sie ihn erkennen und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Ruediger: Na siehst du. Wenn Gott seinen Geist verschenken kann und will, um uns zur Erkenntnis der Wahrheit zu fuehren, dann erschliesst sich doch schon aus dieser Sache, dass unser Denken nicht ausreicht, um uns ein zutreffendes Bild von Gott machen zu koennen. Es heisst nicht umsonst: Du sollst dir kein Bild von Gott machen! So wie damals Menschen Holz- und Steinbilder von ihm anfertigten, so machen sich heute die Goetzendiener ein Bild von Gott aus festen Vorstellungen und Festlegungen.

Ob der Heilige Geist als Person anzusehen ist oder nicht, ist genau so offen wie die Frage, ob Gott einen "geistlichen (= himmlischen) Koerper" hat. Der Geist wirkt wie er will. Damit ist klar, dass er einen eigenen Willen hat. Und Jesus versprach, den Troester zu senden, der uns in alle Wahrheit einfuehren soll. Damit gibt Jesus dem Heiligen Geist einen Auftrag. Auch das legt nahe, dass der Heilige Geist eine eigenstaendige Person ist. Oder kann man einer Nicht-Person einen Auftrag erteilen?

Lukas: "Uns aber hat Gott dies durch den Geist geoffenbart; denn der Geist erforscht alles, selbst die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt das innere Wesen eines Menschen? Doch nur der Geist, der in dem betreffenden Menschen wohnt. Ebenso hat auch niemand das innere Wesen Gottes erkannt als nur der Geist Gottes." (1. Korinther 2, 10-11)

Ruediger: Richtig! Deswegen kann nur der Heilige Geist jedem einzelnen Glaeubigen die wahren Gegebenheiten klarmachen. Doch aus dem Vergleich mit dem Menschen und seinem Geist schlussfolgern zu wollen, Gottes Sein sei genau so gebaut, wie wir uns erleben, das ist eine nicht begruendete Schlussfolgerung, die Irrlehrer gerne an den wahren Sinn dieser Bibelstelle anschliessen. Denn damit koennen sie dann anderen etwas erzaehlen, das dem Heiligen Geist, Gott selbst, vorgreift.

Der Mensch ist nach dem Bilde Gottes geschaffen. Aber nicht als Eins-zu-Eins-Abklatsch!

Lukas: Gott kann (im Gegensatz zu uns, die wir seine Geschoepfe sind) seinen (heiligen) Geist schenken, denn Er ist ja auch der "Vater der Geister", von dem alles ausgeht und der "alles in allem" ist: "Sobald ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott (alsdann) alles sei in allen (oder: in allem)." (1. Korinther 15,28)

Ruediger: Allein die Aussage, dass der Sohn sich dem Vater unterwerfen wird, impliziert, dass er jetzt dem Vater in allem ebenbuertig ist. Die Unterwerfung des Sohnes ist hier nichts anderes als der Eingang des Sohnes und des Vaters in die untrennbare Einheit Gottes. Diese untrennbare Einheit war ja aufgegeben worden, damit Gott in Jesus fuer uns am Kreuz sterben konnte. Ausdruck dieser allein fuer unsere Rettung erfolgten Trennung des Sohnes vom Vater sind die Worte Jesu: Vater, Vater! Warum hast du mich verlassen!

Lukas: Der heilige Geist ist also Gottes Geist, diese Aussage begegnet uns in der heiligen Schrift immer wieder, er ist nicht eine weitere Person neben dem Vater, sondern sein Geist, der Geist des Heiligen. Wir identifizieren uns durch unseren (menschlichen) Geist als der, der wir tatsaechlich sind, nach biblischem Verstaendnis ist es mit Gott ebenso: "Gott ist (heiliger) Geist ..." (Joh 4, 24, vgl. 2. Korinther 3, 18).

Ruediger: Dass der Heilige Geist ein Teil Gottes ist, ist unbestritten. Aber die freche Folgerung: "er ist nicht eine weitere Person neben dem Vater" ist zu kurz gegriffen und orientiert sich lediglich an unserem menschlichen und vollkommen mangelhaften Denkvermoegen. Das bestaetigt, dass eure Wachtturm-Lehre ein einziges Muskelspiel ist mit menschlichen Anstrengungen. Euer Glaube ist wie Bodybuilding, aber nicht das Zugestaendis an Gott, dass nur er uns aus seiner Kraft retten kann. Wer aber Jesus als den Beginner und Vollender seines Glaubens annimmt, wird mehr erfahren als der Wachtturm lehrt.

Lukas: Auf diese Weise (vgl. Epheser 4,6, siehe oben) moechte (und kann) Gott auch Einheit erreichen, wie sie zwischen ihm und seinem Sohn Jesus vorhanden ist, dieser wiederum Einheit mit seinen wahren Nachfolgern bildet, damit auch sie mit Gott eins sind (Johannes 17, 11+21-23), weil ja Gottes Geist ebenso in seinem Sohn als auch in allen (Nachfolgern) wirkt. Einheit also nicht im oft falsch verstandenen (interpretierten) Sinne von "identisch" oder "dasselbe", sondern im Sinne von selbigem Charakter, Ansichten und Handeln. Anders ausgedrueckt: Es gibt keine Selbstsucht, also Streitigkeiten, Differenzen etc., eben Einheit (vgl. 2. Kor 3, 18; Roemer 8, 29). Einheit auch nicht in der Groesse oder Macht, die Gott besitzt, der das (Ober-)Haupt ist (1. Kor 11, 3) und jedem nach seiner Weisheit zuteilt, sondern im inneren Wesen, wie es ja auch von den ersten Christen beschrieben ist: "Die Gesamtheit der Glaeubiggewordenen aber war ein Herz und eine Seele, und kein einziger nannte ein Stueck seines Besitzes sein ausschliessliches Eigentum, sondern sie hatten alles als Gemeingut." (Apostelg. 4,32). So wurde das (hohepriesterliche) Gebet Jesu erhoert, dass er (in Johannes, Kapitel 17) zu seinem Vater sprach.

Ruediger: "Auf diese Weise moechte (und kann) Gott auch Einheit erreichen" - Falsch! Gott hat diese Einheit schon lange erreicht. Wer zu Jesus kommt, erfaehrt diese Einheit schon jetzt und hier in ihm. Daran sind seine Juenger zu erkennen, dass sie eins sind mit dem Sohn und durch ihn mit dem Vater. Und wer diese Einheit kennengelernt hat, kann gut und gerne auf menschliche Dogmen verzichten. Denn fuer den wahren Christen spielt die Dreieinigkeitslehre und auch die Anti-Dreieinigkeitslehre keine Rolle. Denn der Troester fuehrt ihn Stueck fuer Stueck in alle Wahrheit. So wie er sie ertragen kann.


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