Es ist schwer, einen klaren Blick zu haben, wenn es um Jesus geht. Wir Menschen leben in einer menschlichen Erfahrungswelt und sind Tausenden von Einfluessen ausgesetzt, die unsere Wahrnehmung so oder so begrenzen oder erweitern. Um Jesus kennen zu lernen, sind deswegen Massnahmen noetig, die wir ganz aktiv und bewusst ergreifen koennen. Darunter fallen solche Dinge wie die Verwirklichung solcher Anweisungen wie: Werdet wie die Kinder.
Doch selbst der aktive Entschluss, sich von dieser Anweisung leiten zu lassen, ist keine Garantie fuer den Erfolg, keine Garantie fuer die Umsetzung in unserem geistlichen Leben. Darin sind wir trotz aller aktiver Entschluesse auf die Mithilfe des Heiligen Geistes angewiesen. Viele, nein alle unsere Lebensentscheidungen haben einen Entwicklungshintergrund, den Jesus mit dem Senfkorn vergleicht. Dieses kleine Samenkorn macht im Laufe unserer Glaubensentwicklung einen unendlich erscheinenen Wachstumsprozess durch.
Dieser Wachstumsprozess bedarf immer der liebevollen Begleitung des Heiligen Geistes, damit wir nicht wirr in der Gegend umherirren, sondern wie jede Pflanze dem Licht entgegen, auf Jesus zu wachsen. Diese Angewiesenheit auf den Heiligen Geist, dieser dringende Bedarf nach goettlicher Fuehrung in unserem Leben mit Jesus laesst sich an einigen Beispielen fast schon regelrecht beweisen.
Beispielsweise ist die Entwicklung dieser Webseite ein kleines Spiegelbild dessen, was in mir in den letzten anderthalb Jahren vorgegangen ist. Viele Erkenntnisse lassen sich ursaechlich auf die hautnahe Beschaeftigung mit dem Thema "Jehovah's Witnesses und ihre Verirrungen" zurueckfuehren. Man kann die Annahme formulieren: Durch meine Betroffenheit durch die Wachtturm-Irrlehre hat sich der Blick fuer viele Zusammenhaenge geoeffnet. Manches wird tatsaechlich auch auf diesem Wege erreicht worden sein. Aber es gibt auch Dinge, die gerade mit der Ansicht aus naechster Naehe dem Blick verschlossen werden.
Hier ist die Wirkung des Heiligen Geistes noetig. Meine persoenliche Konfrontation mit den Jehovah's Witnesses hat mir in Glaubensdingen sehr vieles klar gemacht, worueber ich ohne diese Konfrontation niemals nachgedacht haette. So habe ich viele Erkenntis-Erlebnisse gerade in der Erwiderung von Kommentaren gehabt, die von zornigen Jehovah's Witnesses kamen. Aber auch "coole Herablassungen" theologischer Art, die Jehovah's Witnesses meinten, hier als Kommentar einstellen zu muessen, brachten Situationen hervor, in denen ich nur noch dankbar die Erkenntnisse entgegennehmen konnte, die mir der Heilige Geist gab.
Zu diesen Erlebnissen gehoert der vielleicht simpelste Gedanke, den ich seit der Beschaeftigung mit den Jehovah's Witnesses hatte! Als ich den Kommentar von Andre einsetzte, wurde mir schlagartig die Tragweite der Worte Jesu deutlich. Jesus sagt: "Nicht jeder, der zu mir sagt: »Herr, Herr« ...". Dieses Wort des Herrn unterscheidet zwei Gruppen von Menschen, die zu ihm Herr Herr sagen. Die er kennt und die er nicht kennt.
Die Jehovah's Witnesses gehoeren weder zu der einen Gruppe, noch zu der anderen, denn sie sagen noch nicht einmal Herr zu ihm.
Haette Jesus formuliert: ... die mich als ihren Herrn bezeichnen ..., dann koennte man die Zugehoerigkeit der Jehovah's Witnesses zur engeren Auswahl annehmen. Dann waere es moeglich, dass die Jehovah's Witnesses eventuell mit in den Kreis derer gelangen, die einst vom Herrn moeglicherweise als seine Diener anerkannt werden. Doch Jesus formuliert ausdruecklich anders! Er benutzt die Formulierung der persoenlichen Ansprache: "Die zu mir sagen".
Damit ist nach den Worten Jesu ausgeschlossen, dass die Jehovah's Witnesses je einen Zugang zu Jesus haben werden. Denn fuer sie ist die persoenliche Ansprache Jesu verboten. Sie duerfen nur Jehova persoenlich ansprechen. Jesus gegenueber verlieren sie kein Wort. Und erst recht nicht das Wort: Mein Herr Jesus!
Dass dieser einfache, zwingende Hinweis Jesu mir anderthalb Jahre komplett verstellt war, erstaunt mich. Aber ich bin mir sicher, dass das auch seinen Sinn hat. Denn als Juenger Jesu bin ich mit der Sachlage vertraut, dass er Erkenntnis schenkt, wann er und wem er will. Auch darin muss ich ihm vertrauen, dass er entscheidet, was ablaeuft und warum dieser oder jener Gedanke so schwer oder so leicht zu erreichen war oder ist.
Die simpelste Entscheidung seit es Jehovah's Witnesses gibt
So schliessen sich die Jehovah's Witnesses selbst schon weit vor dem Gericht aus der Rettung durch Jesus aus, indem sie das Gespraech mit Jesus nicht kennen. Sie koennen noch nicht einmal zu ihm "Herr" sagen. Und zwar in persoenlicher Ansprache. Das wuerde ihr Herz zerreissen. Das habe ich inzwischen deutlich kennen gelernt, dass Jehovah's Witnesses sich lieber die Zunge abbeissen als zu Jesus in direkter Ansprache zu sprechen. Und darin auch noch das Wort "Herr" unterzubringen, das ist ihnen ein ganz tiefer Graeuel.
Diese ganz persoenliche Abweisung Jesu ist ein gemeinsames Kennzeichen aller Bewegungen, die von Satan initiiert sind. Man kann alle Diener Satans daran erkennen, dass sie nicht persoenlich zu Jesus sprechen koennen. Das ist auch bei den Jehovah's Witnesses der Fall. Mit dieser Eigenschaft schliessen sie sich selbst aus dem Kreis derer aus, die jemals zu Jesus sagen koennen:
"Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen boese Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?"
Die Jehovah's Witnesses gehoeren einfach nicht dazu! Sie sind durch ihre Pseudotheologie von vorn herein ausgeschlossen aus der Gemeinschaft derer, die jemals in die engere Auswahl kommen koennen! Sie haben sich durch ihr "Bibelwissen" und durch ihr jahrelanges "Bibelstudium" selbst so abartig gegen Jesus gewendet, dass sie niemals auch nur den Hauch einer Chance haben, je ein Wort mit Jesus zu wechseln. Sie verweigern ja heute schon dieses Gespraech!
Die Tragweite dieses Wortes Jesu ist so immens wichtig, gerade in der Zeit des Internet, wo ein Bloedmann wie ich sich mitteilen darf, dass ich total erstaunt bin, dass ich diese gedankliche Verbindung erst am 12. Mai 2008 geschenkt bekam. Es ist so krass, dass wir uns hier ueber die tollsten theologischen Dinge streiten, aber das Einfache, das Simple und Klare so lange versteckt war.
Darin ist die Wichtigkeit des Wortes Jesu erkennbar, dass wir wie die Kinder werden sollen. Denn ihrer ist das Himmelreich. Sie sind nicht studiert, sie sind nicht diszipliniert, sie treffen spontane Entscheidungen. Sie gehen nach ihrem Herzen und sagen wie die Besoffenen die Wahrheit. So koennen wir oft die wichtigsten Dinge Jesu erst erkennen, wenn wir uns wie Kinder an ihn haengen und darauf vertrauen, dass er fuer uns sorgt in allen Dingen der Wahrheit.
Lasst euch einladen, Jehovah's Witnesses, zu diesem kindlichen Glauben an den Herrn, zu dem ich durch ihn die Freiheit habe zu sagen: Herr! Mein Herr und mein Gott! Gepriesen sei dein Name und deine Liebe, die du uns erwiesen hast und taeglich in unserem Leben erweist. Du schenkst uns Wachstum und Erkenntnis der Wahrheit. Du schenkst uns dich selbst, obwohl wir dich nicht verdient haben und taeglich auf die Vergebung unserer Suenden angewiesen sind.
Dein Name, Herr Jesus, sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.