Die Volksweisheit "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" ist heute weitgehend als Volksdummheit entlarvt und kaum jemand schenkt diesem dummen Spruch noch besondere Aufmerksamkeit. Zu deutlich zeigt sich in der Welt des Jahres 2007, wie grosse Menschengruppen ihrem aussichtslosen Schicksal ueberlassen werden, der Willkuer des freien Marktes ausgeliefert werden, dem grossen liberalen Endziel der Konzerne untergeordnet werden.
Die Schieflage dieser Welt, die entgegen der im Wachtturm vom 15. April 2007 geaeusserten Auffassung schon seit Anbeginn der Menschheit gleichbleibend besteht, ist in diesen Tagen ueberdeutlich. Die Asozialitaet des Menschen tritt im Neoliberalismus sehr deutlich hervor.
Dies ist Grund genug fuer den Wachtturm, sich mit diesem Thema dahingehend zu befassen, dass
Doch jeder einigermassen pragmatisch denkende Mensch muss sich eingestehen, dass unsere menschliche Natur meilenweit an hohen Anspruechen voruebergeht und auch schon rein menschliche gute Vorsaetze nicht langfristig erfuellen kann. Jeder halbwegs Ehrliche weiss, dass ohne eine tiefgreifende Aenderung des Menschen durch eine ihm fremde Macht kein Funken Hoffnung auf Besserung besteht.
Dieses Bewusstsein ist der Grundstock, um ueberhaupt einsehen zu koennen, dass Jesus gesagt hat: Ohne mich koennt ihr nichts tun. Dieses Bewusstsein ist die Voraussetzung dafuer, ueberhaupt in Erwaegung ziehen zu koennen, dass Gott einen Weg fuer uns bestimmt hat, der eben nicht auf unsere eigenen menschlichen Kraefte gegruendet ist, sondern auf der Kraft des Messias Jesus Christus.
Ohne die Erkenntnis, dass wir unseren niederen Instinkten trotz aller guten Erziehung ausgeliefert sind, ist eine echte Hinwendung zu dem, der fuer uns am Kreuz starb, gar nicht moeglich. Wer sich einbildet, sich selbst verbessern zu koennen, wer sich einbildet, das Zeug zu einem guten Menschen zu haben, der kann Jesus und seine Tat nicht sehen. Erst die ehrliche Einsicht, dass wir verloren sind in unseren eigenen Luesten und Lasten, erst das Eingestaendnis, dass wir ohne die Hilfe Gottes so bleiben muessen, wie wir sind, fuehrt uns zu dem zarten, uns eigentlich fremden Gedanken, dass wir nur in enger Verbindung zum wahren Weinstock all jenes umsetzen koennen, was der Wachtturm seinen Zeugen tatsaechlich in Handarbeit und aus eigenen Kraeften zumutet und abverlangt.
All diese hochgestellten Forderungen des Wachtturm nach einem besseren Menschen koennen nur eintreten, wenn die Menschen sich direkt von Jesus helfen lassen. Doch ist im Wachtturm die Verweigerung einer Verbindung mit Jesus oberster Programmpunkt. Die Watchtower Society moechte die Menschen in eigener Regie formen. Jesus, der noch einem Paulus sagte: In deiner Schwaeche ist meine Kraft maechtig, erscheint in diesem Wachtturm-Willen als Konkurrenz und wird deswegen als Engel Michael auf einen Level degradiert, der uns Menschen nicht mehr wirklich helfen kann.
Dazu veroeffentlicht der Wachtturm eine Unzahl endloser Artikel, die im Grunde nichts aussagen als: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Denn er pocht stets und staendig auf die Selbstveraenderungskraefte des Menschen. Er soll nach den Grundsaetzen Jehovas leben, er soll die Vorsaetze Jehovas wertschaetzen, er soll sich Jesus als Vorbild nehmen, er soll dies, er soll das.
Nur eins wird sorgsam ausgespart!
Naemlich die fundamental wirksame Kraft Jesu selbst. Sie ist in der Wachtturmlehre einfach nicht vorhanden. Denn sie wuerde den Jehovah's Witnesses zeigen, dass sie nicht nur viel besser im direkten Kontakt zu Jesus leben, sondern sie wuerde auch die Jehovah's Witnesses zu Menschen machen, die Gott ertragen kann. Denn wer mit Jesus geht und ihn bezeugt, ist in den Augen Gottes rein.
Wenn der direkte Kontakt zu Jesus von den Jehovah's Witnesses gepflegt werden duerfte, dann wuerden sie sofort zu Zeugen Jesu und wuerden erkennen, dass Jesus Gott ist. Sie wuerden erfahren, wie Jesus ihnen nicht nur die Kraft zu Veraenderungen gibt, sondern auch die Motivation dazu. Sie braeuchten keine Wachtturmhefte mehr, keine besonderen Leistungen, kein besonderes Selbstverstaendnis, keine Aussenseiterrolle mehr. Denn in Jesus waeren sie gereinigte und geheilte Menschen, die sich durch und in seiner Kraft bereits am Ziel des Glaubens befaenden. Sie wuerden erfahren, dass sie tatsaechlich ohne ihn nichts tun koennen und wuerden frohgemuts eigene Anstrengungen aufgeben und diese mit jenen Anstrengungen austauschen, die Jesus fuer sie schon vollbracht hat und taeglich vollbringt.
Diese Abhaengigkeit guter Werke von Jesus, in der sich ein Christ nur des Herrn ruehmen kann, wuerde verursachen, dass alle Jehovah's Witnesses die Papierberge, die der Wachtturm produziert hat und produziert, anderen sinnvolleren Zwecken zufuehren wuerden.
Doch sie liefern sich freiwillig dieser Irrlehre aus!
Denn die natuerliche Affinitaet (Anziehungskraft, innere Verbundheit) des Menschen mit dem fleischlichen Weg des Sich-selbst-Anstrengens wird vom Wachtturm offen ausgenutzt, um einen Ersatz zu schaffen fuer die geistliche Entwicklung, die ein Mensch im Glauben an Jesus erfaehrt. Um jede tatsaechliche Verbindung eines Menschen mit Jesus so gruendlich wie moeglich zu vereiteln, wird der Wachtturmleser perfekt mit Loesungen und Handlungsanweisungen vollgestopft, die keinen Platz lassen fuer die Erkenntnis, dass jeder einzelne Mensch und damit die gesamte Menschheit auf die umwandelnde Kraft Jesu angewiesen ist.
Um nicht offen als Antichrist dazustehen, laesst der Wachtturm Jesus als eine regelrecht entkernte Randfigur in die Wachtturmlehre einfliessen und bringt ihm zu Ehren den einen oder anderen Artikel. Doch immer ist die grosse Dimension des goettlichen Willens an jenen Jehova gebunden, der auch unter anderem Namen von den Juden und den Moslems angebetet wird. Dass dieser Jehova aber im ersten Kapitel des Korintherbriefes uns auf selten klare Weise mitteilt, dass Jesus als Ansprechpartner und Mittler und Retter diese seine bisherige Rolle einnimmt, wird dezidiert verschwiegen.
Wachtturm fleischlich - Christen geistlich
Der fleischliche Mensch ist der, der versucht, auf herkoemmliche Weise Gott zu gefallen. Der fleischliche Mensch opfert Tiere, tanzt Beschwoerungstaenze, zuendet in Kirchen Kerzen an, kuesst Madonnenstatuen oder liest jeden Tag im Wachtturm. Dann bekommt er dieses zufriedene Gefuehl, etwas getan zu haben. Er kann sich troesten ueber die Ungewissheit, ob er Gott gefaellt oder nicht.
Der geistliche Mensch vertraut auf Jesus und verzichtet auf rituelle oder aehnlich geartete Glaubensbestaetigungen. Er nimmt das Angebot Jesu an und sieht sich selbst im Glauben an Jesus vor Gott gereinigt. Merkwuerdigerweise erfaehrt der geistliche Mensch in der Verbindung mt Jesus einen Wandel, der den ganzen Menschen betrifft. Es ist der neue Mensch, den er anzieht.
Niemand soll nun dem Irrtum verfallen, dass dieser geistliche Mensch ploetzlich etwas besseres geworden sei. Er steht genau so wie alle anderen im Kampf und in der Not. Doch die Gewissheit der Suendenvergebung durch Jesus und die Gewissheit, dass Jesus uns vor Gott makellos macht, diese Gewissheit traegt ihn durch. Und die Wunder, die in der Gemeinschaft des Glaeubigen und Jesus passieren, sind tausende Male mehr als die Selbstheilungsversuche der Jehovah's Witnesses.
Diese verdorbene Welt
Im Wachtturm vom 15. April 2007 wird das Thema dieser verdorbenen Welt von allen Seiten genau beleuchtet. Alle Schlussfolgerung muendet in Jehova und in der begleitenden Information, dass der Mensch sich selbst helfen sollte, indem er versucht, Jehova zu gefallen. Dass aber seit Jesus diese Hinwendung zu Jehova ganz offiziell und ganz biblisch nur noch ueber die Verbindung mit Jesus moeglich ist, wird ignoriert.
Der Wachtturm gibt Rat:
Allein an diesem Ratschlag laesst sich die Entschlossenheit des Wachtturm ablesen, dass die Menschen sich selbst helfen sollen. Die Kraft des Heiligen Geistes aber tatsaechlich im Glauben annehmen und fuer sich in Anspruch nehmen - das kommt nicht in Frage! Nein, dann wuerde ja offenbar, dass saemtliche menschlichen Bestrebungen, Gott zu gefallen, fuer die Katz sind. Nein! Der Wachtturm-Glaeubige muss den Heiligen Geist eher als ein Instrument betrachten, das man magisch einsetzen kann. Gott gefallen muss der Zeuge Jehovas durch eigene Kraft und durch ein Verhalten, das er vom Wachtturm vorgeschrieben bekommt.
"Das erfordert, die eigene Persoenlichkeit dem goettlichen Willen anzupassen"
Der Wachtturm kann sich nicht erlauben, den Menschen die biblische Botschaft zu uebermitteln, dass der Heilige Geist selbst die Kraft und den Willen verleiht und die Persoenlichkeit des Menschen ausschliesslich durch seine Kraft aendert. Denn dann wuerden die Menschen sich tatsaechlich dem Heiligen Geist anvertrauen und durch ihn selbst ueber die Luegen des Wachtturm aufgeklaert. Das waere das Aus fuer den Turmbau zu Pennsylvania. Deswegen muss die Watchtower Society immer wieder betonen, dass der Mensch sich selbst aendern muss.
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott
Dieser alte Spruch des fleischlich gesinnten Menschen ist die innere Achse des Wachtturm. Er heisst nichts anderes als: Mache dich unabhaengig vom Heiligen Geist, du schaffst das schon! Strenge dich an, Gott zu gefallen, wie es schon ueber Tausende Jahre andere Menschen auch versucht haben! Tue es aus eigener Kraft und pfeife auf Jesus. Der ist ja nicht so wichtig. Jesus ist nicht Gott, also kann er dir nicht helfen. - Dieses ist die Kernverfuehrung Satans, seit Jesus in der Welt erschienen ist. Seit Jesus in der Welt sein goettliches Werk vollbracht hat, ist fuer Satan die Partie endgueltig verloren. Aus reinem Spass an der Grausamkeit verfuehrt er die Menschen zu einer fleischlichen Geisteshaltung, um gegenueber Jesus noch einmal zu triumphieren.
Was wuerde Paulus sagen?
Paulus wuerde Ihnen den dringenden Rat geben, aus der fleischlichen Gesinnung des Wachtturm in die geistliche Gesinnung desjenigen zu wechseln, der sein Leben Jesus in die Haende gibt. Die Verheissungen und Zusagen Jesu sind vollgueltig und unanfechtbar. Jesus reinigt Sie nicht nur von Ihren Suenden, sondern er gibt Ihrem Leben auch die Antriebskraft und den Sinn, den wir nicht in menschlichen Gedanken finden koennen. Er - Jesus - ist der Beginner, der Macher und der Vollender der Gnade. Nur in ihm und aus seiner Kraft kann Gutes erwachsen. Auf dass sich kein Mensch ruehme. Es sei denn, er ruehme sich des Herrn.