Wozu ist Jesus gekommen? Ist Jesus gekommen, um eine neue, besondere Froemmigkeit aufzubauen? Eine wahre Anbetung, wie es die Jehovah's Witnesses nennen? - Nein, Jesus hat alle besondere Froemmigkeit verurteilt und immer wieder klargestellt, dass kein Mensch vor Gott mit einer besonderen Froemmigkeit bestehen kann.
Ist Jesus gekommen, um der Welt eine weitere Technik der Religion zu bringen? Wollte Jesus zu den bestehenden Formen der Religion eine besonders effektive Variante hinzufuegen? - Nein, Jesus hat ein fuer alle Mal die Religion abgeloest und mit sich selbst die einzige Rettung aufgerichtet. Er allein ist der Weg zu Gott. Kein Papst, kein treuer und verstaendiger Sklave, keine esotherische Technik, keine Magie koennen uns Gott auch nur einen einzigen Zentimeter naeherbringen.
Das Wesen des Menschen sehnt sich nach dem Angenommenwerden von Gott. Der Mensch ist sein eigener Verklaeger und Richter, aber auch gleichzeitig sein eigener schneller Begnadiger. Dass dies nicht das Wahre sein kann, weiss jeder Mensch.
Er flieht sich in
Die Jehovah's Witnesses waehlen den Weg der Froemmigkeit und der komplizierten Religion. Beides dient in der letzten Instanz nur einer Sache: dem Gesetz. Die Jehovah's Witnesses stellen sich unter den Schutz des Gesetzes und versuchen krampfhaft zu ignorieren, dass die Bibel ganz klar und entschieden davon berichtet, dass niemand mit dem Gesetz oder durch das Gesetz gerettet werden kann. Allein der troestliche Zustand der ehrlichen Erschoepfung nach Predigtdienst, Kongress und Zusammenkunft kann diesen Menschen ein gewisses Mass an Einbildung geben, dass eventuell doch das Gesetz und der Versuch, es zu erfuellen, Leben spenden koennte.
Doch wissen sie sehr genau, dass dieser Versuch zum Scheitern verurteilt ist und zwangslaeufig in den Tod fuehren muss. Um diese bange Ahnung vom eigenen Tod zu ertragen, muessen sie noch mehr arbeiten und sich anstrengen, damit sie sich darueber hinwegtaeuschen koennen. Zusaetzlich - quasi um die Luecken des Gesetzesgehorsams zu schliessen - werfen sie eine Sonderauslegung Jesu in die Waagschale: das Loskaufsopfer. Mit diesem Loskaufsopfer, das sie nach alter Gesetzesmanier an den alten Religionsmustern der Menschen orientiert aus der Bibel herausdeuten, glauben sie genau den Trumpf in der Hand zu haben, der den alten Weg des Gesetzes lueckenmaessig vor Gott schliesst.
Auf diese Weise haben sich die Jehovah's Witnesses alle Tueren offen gehalten, um sich dem geliebten Gutsein weiter hingeben zu koennen. Diese gute alte Methode, sich selbst einzureden, man werde schon irgendwie Gottes Wohlwollen erlangen, ist die wahre Natur des natuerlichen Menschen. Er wird mit ihr geboren, gewoehnt sich an sie, wird zu ihr hin erzogen, pflegt sie und versteht nicht, dass genau dieses gute alte Verliebtsein in das gute Selbst toedlich ist.
Denn vor Gott sind alle Menschen Suender. Auch wenn sie sich noch so sehr anstrengen, gut zu sein.
So sind die Jehovah's Witnesses ihr Leben lang auf dem Weg zum Gericht und leben davon, das eigene Gewissen mit guten Taten zu besaenftigen. Die innere Ungewissheit gleichen sie dabei aus mit einer komplizierten Lehre von einem Loskaufsopfer, das als Notstopfen herhalten soll fuer ihr Suendersein. Wie nur ein Narr sagen kann: "Ich fahre mit dem Bus, werde aber zur Sicherheit auch noch ein Flugticket loesen", so manoevrieren sich die Jehovah's Witnesses in ein Sonderkonstrukt, das in sich selbst die reinste Luege ist.
Genau diesen Betruegern des eigenen Gewissens gibt Jesus einen wichtigen Rat:
Denn wenn du mit deinem Gegner zum Gericht gehst, so bemuehe dich auf dem Wege, von ihm loszukommen, damit er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter ueberantworte dich dem Gerichtsdiener, und der Gerichtsdiener werfe dich ins Gefaengnis. Ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den allerletzten Heller bezahlt hast. (Lukas 12, 58 und 59)
Damit gibt Jesus einen entscheidenden Hinweis, dass der Weg zum Gericht abgebrochen werden muss! Das bange Erwarten einer moeglicherweise funktionierenden Rettung muss abgebrochen werden, denn diese moeglicherweise funktionierende Rettung muss nach den Worten Jesu scheitern. Wer sich nicht bemueht, von seinem Gerichtsgegner schon vor der Ankunft bei Gericht loszukommen, muss unweigerlich verurteilt und bestraft werden nach seinen Werken. Da hilft auch kein Flugticket (Loskaufsopfer) im Gepaeck, denn am Ende der Busfahrt wartet das Gericht auf den Suender.
Der Abbruch des Weges zum Gericht ist moeglich. Wer Jesus nicht nur als Flugticket (Loskaufsopfer) in Anspruch nimmt, sondern ihn tatsaechlich zum Herrn ueber sein Leben bestellt, kann den Weg zum Gericht beenden und von seinem Gerichtsgegner loskommen. Das ist die Erloesung, die Jesus Christus allen denen verspricht, die ihn als ihren Herrn und Hirten annehmen und die glauben, dass er die Wahrheit ist. Wer Jesus annimmt, ist nicht besser geworden, aber er wird frei. Er braucht nicht mehr bange auf das Gericht zu warten, denn er weiss, dass Jesus die Schuld in voller Hoehe bezahlt hat.
Hier setzt die Irrlehre der Jehovah's Witnesses an und versucht den Menschen einzufluestern, Jesu Opfer sei von diesem Augenblick an nicht vollgueltig. Waehrend der Befreite Christ von dem Moment der Bekehrung an erlebt, wie er durch Jesus veraendert wird, verlangt die Irrlehre der Watchtower Society nicht nur das Bekenntnis und Zeugnis zu einem Ersatznamen (Jehova), sondern leugnet die endgueltig wirksame Befreiung durch Jesus Christus. Statt sich dem guten Hirten anzuvertrauen und darauf zu bauen, dass Jesus uns in den Augen Gottes wohlgefaellig macht, fallen sie zurueck in die alte Doppelstrategie mit der Busfahrt und dem Flugticket.
Doch die Busfahrt (der Gesetzesglaube) muss das Flugticket zunichtemachen, denn wer nicht in den Flieger steigt, der wird mit dem Flugticket im Bus nicht viel anfangen koennen. Um die Sinnlosigkeit des Gesetzesweges zu illustrieren, ein Zitat des Paulus, der es versteht, selbst unverstaendigsten Gutmenschen den Sachverhalt zu erklaeren:
Wisst ihr nicht, liebe Brueder - denn ich rede mit denen, die das Gesetz kennen -, dass das Gesetz nur herrscht ueber den Menschen, solange er lebt? Denn eine Frau ist an ihren Mann gebunden durch das Gesetz, solange der Mann lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie frei von dem Gesetz, das sie an den Mann bindet. Wenn sie nun bei einem andern Mann ist, solange ihr Mann lebt, wird sie eine Ehebrecherin genannt; wenn aber ihr Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, sodass sie nicht eine Ehebrecherin ist, wenn sie einen andern Mann nimmt. Also seid auch ihr, meine Brueder, dem Gesetz getoetet durch den Leib Christi, sodass ihr einem andern angehoert, naemlich dem, der von den Toten auferweckt ist, damit wir Gott Frucht bringen. (Roemer 7, 1-4)
Wer dem Gesetz abgestorben ist, kann nicht versuchen, es aus eigener Kraft zu erfuellen. Wer aber dem Jesus anhaengt, erfuellt es durch die Kraft Jesu. Durch ihn und nicht durch das eigene Gutsein. Damit sich kein Fleisch ruehme!!