Gedenkfeier für den größten Menschen,
der je lebte

Menschlicher Ruhm ist das letzte, was Jesus will. Die Gedenkfeiern der Zeugen Jehovas ziehen Jesus konsequent auf ein rein menschliches Niveau herab. Seine Erlösung ist für die Zeugen Jehovas nur eine Art Mechanismus, den man wert zu schätzen hat.

In den Gebeten, die gesprochen wurden, in den Ansprachen, die gehalten wurden, kamen Sätze vor wie der folgende:

"Jesus ist und bleibt der größte Mensch, der je lebte."

Jesus scheint den Zeugen Jehovas lediglich als eine Art Idol zu dienen. Von ihm selbst geht gar keine Kraft aus. Das heißt, selbst die, die an ihn glauben, können von ihm nichts erwarten. Er ist für die Wachtturm-Gesellschaft nichts als nur ein Ansporn, um sich noch mehr anzustrengen im Ringen um das Königreich Jehovas.

So betete einer: " ... dass wir dem Muster deines Sohnes folgen, unser Äußerstes tun, um dir [Jehova] zu gefallen."

Hier geht es nicht mehr um Jesus und am allerwenigsten um die Verherrlichung seiner Person. Jesus ist nur noch ein Muster, eine Figur, ein Mechanismus.

Nachdem die Jünger Jesu weltweit wissen, dass Jesus alle Gewalt übergeben ist und dass er durch seinen Tod am Kreuz für immer bewirkt hat, dass Gott an uns Gefallen hat, sobald wir den Glauben an Jesus annehmen, pochen die Zeugen Jehovas immer noch auf eine Art Entwicklungskampf, bei dem Jesus nicht das Ziel, sondern nur das Vorbild ist. So wurde auch in einem Lied gesungen, Jesus habe bereitwillig das Vorbild gegeben.

Für die Zeugen Jehovas gilt die Erlösung durch Jesus nicht. Sie müssen seinem Werk noch ihre nie endenden Bemühungen hinzusetzen, um daraus etwas zu machen, das Jehova am Ende vielleicht endlich akzeptieren kann. Dass die Versöhnung zwischen den Menschen und Gott schon lange vollendet ist, passt nicht in die Theorie der Wachtturm-Gesellschaft. Denn dann gibt es keine Menschen mehr, die sich in ihrer Sehnsucht nach Bewährung vor den Karren der Wachtturm-Gesellschaft spannen lassen.

Deshalb eignet sich ein Jesus, der mit seinem Handeln die perfekte Lösung geschaffen hat, nicht für die gesellschaftliche Umwälzung, die von der Wachtturm-Gesellschaft angestrebt wird. Dieser Jesus, der das kindlich gläubige "Ja, sei mein Herr" des Menschen mit Glaubensgewissheit, Sündenvergebung und unaussprechlichem Glück erwidert, dieser Jesus würde die Menschen nur aus den Fesseln der Wachtturm-Gesellschaft befreien. Denn, wer Jesus hat, der braucht keine Wachtturm-Gesellschaft und keine Katholische Kirche.

Jede Organisation, die für die Menschen das Heil verwalten will, muss sich notwendig gegen Jesus versündigen und ihm rein menschliche Eigenschaften nachsagen oder ihm eine Frau zur Seite stellen, die womöglich noch mehr Macht hat als er.

Um die Machtlosigkeit, die Wirkungslosigkeit Jesu biblisch zu untermauern, führen die Zeugen Jehovas wild wechselnde, jeweils aus dem Zusammenhang gerissene Bibelstellen an. Dadurch werden die Bibeln und die Konzentration der Menschen stark beansprucht. Regelmäßig entsteht ein Geräusch, das sich so anhört, als würden 50 Döner in Alufolie verpackt. Doch sind es nur Menschen, die mit entschlossenem Eifer die Bibeln wälzen, um dem Vortragenden zu folgen.

Mit jeder schriftlichen Propaganda der Wachtturm-Gesellschaft wird die Behauptung gesät, Jesus ist nur ein historisches Ereignis, das sicherlich seinen Wert hat (wertschätzen), aber nicht den Menschen erlösen kann. Er ist nur Voraussetzung dafür, dass die persönlichen Anstrengungen der Zeugen überhaupt erfolgreich sein können. Er ist ein Mechanismus, der in die Lehre eingebaut ist, aber bei weitem nicht für die Erlösung und Heilung der Menschen ausreicht. Sein Werk ist nur die Eingangstür zu der verzweifelten Jagd der Zeugen Jehovas nach einem Königreich der persönlichen Vervollkommnung aus eigener Kraft.

Damit ist der Glaube selbst, den Gott zur Rettung bestimmt hat (1. Korinther 1, 19 - 31), wirkungsvoll als Unterkategorie zum eigenen Gutwerden degradiert und reduziert. Dieser Wandel von der Rettung, die in sich keiner Zutat bedarf, in einen Mechanismus, der nur als Rettungshilfe fungiert, ist die Umdrehung des Werkes Jesu in eine unvollkommene, halb wirkungslose Handlungsgrundlage, die das Streben des Menschen nach Erlösung nicht erfüllt, sondern nur bedingt. Die Tat Jesu verkommt so zu einem neuen Handlungsgesetz. Deshalb muss Jesus Vorbild sein. Mehr nicht.

Satan ist jedes Mittel recht, um die vollkommen erlösende Wirkung Jesu auf etwas zu reduzieren, womit er leben kann. Doch die Befreiung, die Jesus bewirkt hat, ist mehr als eine Funktion, mehr als eine Formel, mehr als eine Plattform oder Grundlage oder Vorbildfunktion oder neues Gesetz. Jesus hat uns vor den Augen Gottes ein für alle Mal reingewaschen und vollkommen gemacht. Die einzige Bedingung zu dieser grundlegenden Veränderung ist die Annahme seiner Zusage, dass er der Weg zum Vater ist.

Wenn einst die Menschen vor Gott treten werden, werden sie einen Anwalt haben, der bei jedem Vorwurf, der ihnen überhaupt zu machen ist, aufsteht und geltend macht, dass er schon dafür verurteilt und gestraft wurde. Erst bei dem Argument des Anklägers, der Mensch habe nicht an das erlösende Werk Jesu geglaubt, wird Jesus schweigen müssen. Denn es ist von Gott festgelegt, dass dies Sünde ist, die nicht vergeben werden kann. Denn sie ist der Inbegriff des menschlichen Willens zur Selbsterlösung. Weil aber ohne die Kraft Gottes kein Mensch ihm genügen kann, hat er beschlossen, die zu retten, die seine Kraft im Glauben annehmen. - Klingt nicht unlogisch. Klingt sogar bestechend einfach und genial. Wie sollte der sündige Mensch zu Gott kommen, wenn nicht durch die Kraft Gottes?

In der Wachtturm-Gesellschaft ist dieses Geschäft faul. Es ist den Zeugen Jehovas zu billig. Sie trauen dem Braten nicht und trachten nach der Verwirklichung des Märchens von der Verbesserung des Menschen aus eigener Kraft. Damit sind sie auf das Vertrauen auf sich selbst angewiesen. Dass sie dabei Jesus gerade noch als Vorbild gelten lassen, kann das Abgleiten der Zeugen Jehovas in die Fantasterei vielleicht noch bis zum Bauchnabel bedecken. Aber sie stehen vor den Augen der Welt nackt da, mit halben Hosen, denn sie haben nicht den neuen Menschen angezogen, den Jesus uns schenkt.

Sie können diesen neuen Menschen auch nicht kennen. Sie können ihn nicht in Empfang nehmen. Sie haben keine Gemeinschaft mit Jesus, denn sie sprechen noch nicht einmal mit ihm.

So gerät die Abendmahlfeier, die sie nur einmal im Jahr abhalten, zu dem genauen Gegenteil dessen, was Jesus wollte. Sie reichen das Brot und den Wein durch die Reihen und nehmen nichts davon. Sie lassen Brot und Kelch an sich vorübergehen. Sie feiern das Anti Abendmahl.

Ich habs erlebt. Brot und Wein kommen vorn am Tisch unversehrt, unberührt wieder an. Was für ein Signal, um Jesus offen zuzurufen: Wir haben mit dir nichts zu tun!

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