Was ist das für ein Gott, der den Kontakt zu Jesus verbietet?

Forsche sorgfältig!
Dürfen wir Jesus anbeten?

von einem, dem die Zeugen Jehovas am Herzen liegen

Forsche sorgfältig!

Who's Jesus?

Who's Jesus? Um Jesus Christus genauer kennen zu lernen, sollen wir auch nachforschen wie Menschen, die in Verbindung mit Gott lebten, mit IHM umgegangen sind. In diesem Beitrag soll es darum gehen, ob Menschen direkt zu Jesus Christus beten dürfen.

Die Reihe von "Forsche sorgfältig" soll ermutigen, die Bibel genau zu lesen. Als der Apostel Paulus nach Beröa kam (Apostelgeschichte 17, 10-11), glaubten die Menschen ihm, nicht weil er eine besondere Autorität ist, sondern weil sie seine Aussagen anhand der Heiligen Schrift sorgfältig geprüft haben. Diese Einstellung wird von Gottes Wort und somit von Gott als "edel" gelobt.

Gott hat somit keine Schwierigkeit, wenn Menschen aufgrund von seinem Wort ihr Glaubensleben überdenken und ggf. ändern.

Neue-Welt-Übersetzung

Wenn nicht anders angegeben, sind die Bibelstellen aus der Neue-Welt-Übersetzung (NW) der Zeugen Jehovas entnommen. Wo dies nicht der Fall ist, wird die revidierte Elberfelder Übersetzung (REÜ) gebraucht. Dies hat folgenden Grund: Der Name Jehova ist im Grundtext der Christlichen Griechischen Schriften (Neues Testament) nicht zu finden, aber in der (NW) wurde dieser über 200 Mal eingefügt. Dies führt dazu, dass der Leser manche Aussagen Gott, dem Vater, zurechnet, wobei der biblische Zusammenhang auf den Sohn hinzielt.

Gott sagt sehr klar, dass jeder Mensch zu ihm beten kann und soll.

Psalm 50, 15 Und rufe mich an am Tag der Bedrängnis. Ich werde dich befreien, und du wirst mich verherrlichen.

Alle Menschen sollen Gott anrufen

Alle Menschen, die in Bedrängnis sind, sind aufgefordert Gott anzurufen. Wenn nun einer die Hilfe Gottes erfahren hat, wird ihm weiter das Gespräch mit Gott wichtig sein. Er wird Gott dann verherrlichen. Gott wünscht, dass man zu ihm betet. Die Bibel ist voll von Begebenheiten, die deutlich machen, dass glaubende Menschen zu Gott beten.

Der Gedankenanstoß

What does the Bible really teach?

"What does the Bible really teach?" Dies Buch, welches die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas herausgegeben hat, soll bei dem Thema: "Dürfen wir zu Jesus beten?", die Gedankenanstöße geben. In Kapitel 17 "Gott im Gebet näher kommen" steht in Absatz 9:

9 Zu wem sollten wir beten? Jesus lehrte seine Nachfolger beten: "Unser Vater in den Himmeln ..." (Matthäus 6:9). Wir dürfen unsere Gebete also nur an "unseren Vater", Jehova Gott, richten. Jehova erwartet allerdings, dass wir die Stellung seines einziggezeugten Sohnes, Jesus Christus, anerkennen.

Die Frage zu diesem Abschnitt heißt: Zu wem sollen wir beten und durch wen? Die Antwort aus diesem Abschnitt muss somit heißen: Wir sollen nur zur Jehova Gott beten.

Einsichten über die Heilige Schrift

Der "Hörer des Gebets". Der gesamte Bibelbericht bezeugt, daß Gebete nur an Jehova gerichtet werden sollten (Ps 5:1, 2; Mat 6:9), daß er der "Hörer des Gebets" ist (Ps 65:2; 66:19) und daß er die Macht hat, etwas für den Bittenden zu tun (Mar 11:24; Eph 3:20). Wer zu falschen Göttern und ihren Götzenbildern betet, wird als töricht bloßgestellt, denn Götzenbilder können weder hören noch handeln, und die Götter, die sie darstellen, sind unwürdig, mit dem wahren Gott verglichen zu werden. (Band 1 S.851)

Zusammenfassung

Es darf einzig und allein zu Jehova Gott gebetet werden.
Ein Gebet, das direkt an Jesus Christus gerichtet ist, ist damit ausgeschlossen.

Forsche sorgfältig! Wie wird gebetet?

Psalm 91, 15 Er wird mich anrufen und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis.

Psalm 145: 18 Jehova ist nahe allen, die ihn anrufen. Allen, die ihn in Wahrhaftigkeit anrufen.

Diese Bibelstellen machen eines sehr deutlich: Anrufen ist beten. Zu Gott wird gebetet, wenn man ihn anruft. (Siehe auch 2.Sam.22,4; Ps.80,18; Ps.86,5-6; Ps.99,6 u.v.m.) Wir könnten nun sagen: Gott wird angerufen, indem zu ihm geredet bzw. gebetet wird. Jehova ist einer und somit scheidet jeder Versuch aus, beweisen zu wollen, dass auch zu Christus gebetet wird.

Aber zeigt diesen menschlich logischen Schluss auch die Bibel auf? Kann es sein, dass unser Verstand (Spr.3,5) die Größe Gottes (Jes.55,8-9) nicht erfassen kann? Beten die Jünger zu ihrem Herrn Jesus?

1. Korinther 1, 1-2 Paulus, durch Gottes Willen zu einem Apostel Jesu Christi berufen, und Sosthenes, unser Bruder, an die Versammlung Gottes, die in Korinth ist, an euch, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus Geheiligten, zu Heiligen Berufenen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus ihres Herrn und des unseren überall anrufen.

Christus wird angerufen! Er wird von allen Heiligen, d.h. von allen Christen angerufen! Das griechische Wort "epjkaloumenois", welches in 1. Korinther 1,2 verwendet wird, heißt: die Anrufenden. Somit werden die Christen als die "Anrufer des Namens Jesu" bezeichnet. Oder mit anderen Worten: Christen sind die zu Jesus Betenden.

Auch im Neuen Testament wird "epjkaloumenois" d.h. "anrufen" für Gott, den Vater gebraucht. Er wird somit genauso angerufen wie der Sohn.

1. Petrus 1, 17 Wenn ihr ferner den Vater anruft, der unparteiisch nach dem Werk eines jeden richtet, so führt euren Wandel mit Furcht während der Zeit eurer Fremdlingschaft.

Den Vater anrufen

Manche versuchen einen Unterschied zwischen dem Anrufen des Vaters und dem Anrufen des Sohnes zu erkennen. Man sagt, dass nur der Vater angerufen wird, und zwar nur durch den Herrn Jesus. In der Praxis heißt das, dass der Vater die alleinige Adresse ist, zu der der Mensch betet. Zu ihm, dem Vater allein, wird im Gebet gesprochen. Ihm allein werden das Lob, der Dank und die Bitten dargebracht. Der Herr Jesus soll dieses Gebet für den Vater angenehm machen. Deshalb betet man am Ende: "im Namen deines vielgeliebten Sohnes Jesus Christus".

Kontakt per Brief aufnehmen

Der Vater ist im Bild gesprochen derjenige, dem der Brief gilt und der Herr Jesus ist die Briefmarke, die den Brief erst gültig macht und zum Empfänger bringt. Oder der Herr Jesus ist wie die Telefonleitung bzw. das Telefon und der Vater ist derjenige, dem der Telefonanruf gilt.

Menschliche Post verursacht Kosten

Der Vater nimmt den Hörer ab und mit ihm wird gesprochen. Gibt es diesen Unterschied im "Anrufen" wirklich? Ist es Unrecht, wenn man ein Gebet so anfängt: "Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du dich für mich geopfert hast."?

Die Bibel - das Wort Gottes


ACHT Hinweise, dass zu Jesus gebetet wird

Die Bibel ist nicht nur ein Buch, das sagt, dass man beten soll. Sie zeigt auch, wie die ersten Christen gebetet haben. Die Theorie kann man in der damaligen Praxis lernen. Wie war es nun bei den ersten Christen?

1. Anklagepunkt - Anbetungsweise der Christen

Festus, der damalige römische Verantwortliche über die Stadt Cäsarea hat ein Problem. Sein Vorgänger Felix hatte den Apostel Paulus im Gefängnis zurückgelassen. Da es keinen eindeutigen Anklagepunkt für die Römer gibt, bespricht Festus die ganze Sache mit dem König Agrippa. Dabei sagt er über die Juden:

Apostelgeschichte 25, 19 Sie hatten einfach einige Streitsachen mit ihm wegen ihrer eigenen Anbetung der Gottheit und wegen eines gewissen Jesus, der tot sei, von dem Paulus ab er immer wieder behauptete, er sei am Leben.

Das war also bekannt, die Juden beten anders als die Christen.

2. Die Begebenheit - Ananias und Paulus
Apostelgeschichte 9, 13 - 22 13. Ananias aber antwortete: "Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. 14. Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen." 15. Aber der Herr sprach zu ihm: "Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen. 16. Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wievieles er für meinen Namen leiden muß. 17. Da ging Ananias hin und kam in das Haus, und er legte ihm die Hände auf und sprach: "Saulus Bruder, der Herr, der Jesus, der dir auf der Straße, auf der du kamst, erschienen ist, hat mich hergesandt, damit du wieder sehend und mit heiligem Geist erfüllt werdest." 18. Und sogleich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen, und er stand auf und wurde getauft, 19. und er nahm Speise zu sich und kam zu Kräften. Er verblieb einige Tage bei den Jüngern in Damaskus 20. und begann sogleich, in den Synagogen Jesus zu predigen, daß dieser der Sohn Gottes ist. 21. Alle aber, die ihn hörten, entsetzten sich und sprachen: "Ist das nicht der Mann, der unter denen in Jerusalem, die diesen Namen anrufen, eine Verheerung anrichtete und gerade zu dem Zweck hierhergekommen war, sie gebunden zu den Oberpriestern zu führen?" 22. Saulus jedoch erwarb sich fortwährend noch mehr Kraft und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, als er folgerichtig bewies, daß dieser der Christus ist.

Aus diesem Text geht deutlich hervor:

  • Ananias redet mit dem Herrn Jesus und wird von ihm zu Paulus gesendet
  • Christen werden als "solche, die diesen Namen anrufen" bezeichnet

Mit diesem Namen ist der Name Jesus gemeint. Die Christen wurden von den Juden nicht dadurch unterschieden, dass sie den Namen Jehova im Gebet gebrauchten, sondern das herausragende Merkmal war das Gebet zu Jesus. Dies machte die Christen für die Juden verfolgungswürdig. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass Paulus den Namen Jesu zu den Nationen tragen und für ihn leiden soll.

3. Der Tod des Stephanus
Apostelgeschichte 7:55-60 (REÜ) 55. Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen; 56. und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Re chten Gottes stehen! 57. Sie schrien aber mit lauter Stimme, hielten ihre Ohren zu und stürzten einmütig auf ihn los. 58. Und als sie ihn aus der Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines Jünglings mit Namen Saulus. 59. Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60. Und niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er.

Der Bibeltext beweist:

  • Stephanus ist voll Heiligen Geistes und somit in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes.
  • Er betet direkt zu Jesus. Auch in der Studienausgabe der (NW) wird dies in einer Fußnote mit "anrief" oder "betete" wiedergegeben.
  • Leider hat die (NW) in V. 60 das Wort "Jehova" statt der tatsächlichen Bezeichnung "Herr" eigenmächtig eingesetzt. Somit meint der Leser der (NW), dass die Bitte um Vergebung der Sünden an den Vater anstatt an den Sohn gerichtet ist. Der Zusammenhang im Text macht dies jedoch nicht deutlich.

Interlinear Apostelgeschichte 7, Verse 55-60

4. Die Empfehlung des Apostels Johannes
1. Johannes 5, 13-15 13. Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, ihr, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. 14. Und dies ist die Zuversicht, die wir ihm gegenüber haben, daß er uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß seinem Willen beten. 15. Und wenn wir wissen, daß er uns in dem, worum immer wir bitten hört, wissen wir, daß wir die erbetenen Dinge haben werden, da wir sie von ihm erbeten haben.

Christen glauben an die Person (den Namen) des Herrn Jesus. Sie haben ihm gegenüber, dass er sie hört. Sie beten zu ihm und erbitten Dinge von ihm. Dies macht deutlich, dass wir nicht nur durch Jesus zum Vater beten sollen, sondern auch direkt zu dem Sohn Gottes!

5. Das Gebet des Paulus

Wie sieht das in der Praxis aus? Paulus macht es in seinem 2. Brief an die Korinther deutlich. Hier erklärt er, wie und zu wem er gebetet hat.

2. Korinther 12, 7-9 7. Damit ich mich daher nicht überhebe, wurde mir ein Dorn ins Fleisch gegeben, ein Satansengel, daß er mich immer wieder schlage, damit ich mich nicht überhebe. 8. Dieserhalb bat ich den Herrn dreimal inständig, daß er von mir weiche; 9. und doch hat er tatsächlich zu mir gesagt: "Meine unverdiente Güte genügt dir; denn (meine) Kraft wird in Schwachheit vollkommen gemacht. Am liebsten will ich mich daher eher hinsichtlich meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus einem Zelt gleich, über mir bleibe.

Paulus bittet den Herrn, d.h. er betet zum Herrn. Dieser Herr antwortet mit dem Satz "... meine Kraft wird in Schwachheit vollkommen gemacht". Paulus zeigt, dass die Kraft des Herrn die Kraft Christi ist. Die einzig mögliche Schlussfolgerung aus diesem Abschnitt ist: Paulus betet zu Jesus.

6. Die Worte von Jesus Christus
Matthäus 11, 28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken.

The Kingdom Interlinear Translation of the Greek Scriptures

Wie kann man denn heute direkt zu Jesus Christus kommen, wenn nicht durch eine Anrede durchs Gebet? Wie kann ich die Mühe abladen, wenn ich es nicht ausspreche? Heute kann man Christus auch bitten, wie Johannes es empfohlen hat und wie Paulus es praktizierte. Der Herr Jesus bittet direkt darum (Joh.14,14). Leider hat die (NW) das kleine Wort "mich" nicht im Text stehen. Jedoch die Interliniarübersetzung der Zeugen Jehovas macht deutlich, dass es doch im Grundtext steht.

Interlinear Johannes 14, 14

Somit sagt der Herr Jesus: "Alles was ihr mich in meinem Namen bittet, das werde ich tun". Dies kann und darf auch noch heute geschehen.

7. Gegenüberstellung
Offenbarung 5, 8-14 8. ... fielen die vier lebenden Geschöpfe und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder und jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen, die voll Räucherwerk waren, und das (Räucherwerk) bedeutet die Gebete der Heiligen ... 11. Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel ... Geschöpfe ... Ältesten ... 12. die mit lauter Stimme sprachen: "Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen. 13. Und jedes Geschöpf, ... hörte ich sagen: "Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei der Segen und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht, für immer und ewig. 14. Und die vier lebenden Geschöpfe sprachen ferner "Amen!", und die Ältesten fielen nieder und beteten an.
Offenbarung 7, 11-12 11. Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebenden Geschöpfe, und sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an, 12. indem sie sprachen: "Amen! Der Segen und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke (seien) unserem Gott für immer und ewig. Amen."

Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften

Die Bibelstelle Offenbarung 7, 11-12 zeigt, wie man Gott anbetet. Man betet Gott an, indem man etwas zu ihm in großer Ehrfurcht spricht! Der Sitemap des Gebetes zu Gott, dem Vater, ist dem Sitemap des Gebetes, was das Lamm empfing, fast 100% identisch. Vor ihn wurden sogar symbolisch die Gebete der Heiligen gebracht.

In Offenbarung 5, 13-14 wird sogar kein Unterschied bei der Anbetung zwischen Gott, dem Vater und dem Lamm gemacht. Es ist auch zu beachten, dass die Ältesten den Vater und den Sohn direkt sehen können. Somit scheidet das Argument aus, dass nur dann angebetet werden kann, wenn man die betreffende Person nicht sieht.

8. Engel beten Jesus an
Hebräer 1, 6 6. Wenn er aber seinen Erstgeborenen wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: "Und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen."

In diesem Abschnitt wird die Aussage gemacht, dass alle Engel ohne Ausnahme, den Erstgeborenen Gottes, das ist der Herr Jesus, huldigen werden. Das Wort "huldigen" heißt im Griechischen "proskynäsatohsan". Dies wird in der Regel mit anbeten übersetzt wie z.B. Offb.14,7; 1.Kor.14,25; Lk.4,8; Joh.4,21 u.v.m. Auch die (NW) in ihrer Ausgabe von 1963 hat hier das Wort anbeten stehen.

Da zu Jesus gebetet wird, ist es offensichtlich, dass er weder der Erzengel Michael noch ein anderes geschaffenes Wesen ist. Sonst hätten damals sämtliche Christen gegen die Worte aus Kol.2,18 und Röm.1,25 verstoßen.

Forsche sorgfältig! Wie wichtig ist der Name von Jesus?

Wie wichtig ist der Name Jesus?

Petrus und Johannes stehen nach der Heilung eines Gelähmten (Apg.3) vor dem Hohen Rat (Apg.4), um sich zu verantworten. Dabei spricht Petrus im Bezug auf Christus (Apg.4,10-11) diesen Satz:

Apostelgeschichte 4, 12 12. Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.

Allein der Name Jesus, d.h. Jesus als Person, kann ausschließlich den Menschen für Gottes Reich retten. Ohne Christus ist der Mensch hoffnungslos verloren. Im 1. Kapitel des Johannesevangeliums wird berichtet, dass Jesus Christus auf diese Welt kam und Ablehnung erfuhr (Joh.1,10-11). In diesem Zusammenhang gibt es aber auch ein wunderbares Versprechen:

Johannes 1, 12 12. So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten;

Der Mensch kann in die Familie Gottes kommen, wenn er den Herrn Jesus im Glauben in sein Leben aufnimmt. Der Sohn Gottes soll durch Sündenvergebung und Königsherrschaft das Leben des Menschen bestimmen. Dies bedeutet auch, dass jeder (ganz gleich wie viele) Christus aufnehmen kann und nicht nur eine bestimmte Gruppe.

Zusammenfassung:

Aus diesen acht Hinweisen geht hervor, dass das Gebet keine Nebensache ist, sondern es gehört zum Christsein dazu. Außerdem wird deutlich, dass Christen zu Jesus Christus beten. Das Gebet zu Jesus Christus, ist das Erkennungszeichen für ihre Verfolger gewesen. Dass diese Menschen zu Jesus beteten, könnte mit ein Grund sein, dass sie von anderen mit dem Ausdruck "Christen" bezeichnet wurden (Apg.11,26).


Wie kann der Mensch Jesus aufnehmen?

Der Apostel und Missionar Paulus schreibt dazu in seinem Römerbrief:

Römer 10, 4-13 (REÜ) 4. Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. 5. Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: "Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben." 6. Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: "Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?" das ist: Christus herabführen; 7. oder: "Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?" das ist: Christus aus den Toten heraufführen; sondern was sagt sie? 8. "Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen." Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, 9. daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. 10. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. 11. Denn die Schrift sagt: "Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." 12. Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen; 13. denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.

Der Schwerpunkt dieses Textes ist der Herr Jesus. Er ist das Ende des Gesetzes. Keiner kann durch menschliche Anstrengungen zu ihm kommen. Allein der Glaube ist dafür erforderlich. Er macht den Menschen gerecht. Der Sitemap dieses gerecht machenden Glaubens ist: Jesus ist der auferstandene Herr. Dies gilt es, persönlich zu glauben und zu bekennen.

Nun wendet der von Gott inspirierte Paulus Stellen aus dem Alten Testament auf den Glauben an Jesus an. Vers 11: Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. - Vers 12: Jesus ist der Herr über alle. (Vgl. Mt.28:18) - Vers 12 b+13: Jesus rettet die, die zu ihm beten.

Interlinear Römer 10,13

Wie die Interlinearübersetzung zeigt, steht in dem Vers 13 "Lord" statt "Jehova". Zwar ist dieser Vers auch aus Joel 3,5 bekannt, doch muss man ihn immer im Zusammenhang sehen. Ein Beispiel für diesen Sachverhalt sind die Stellen Hebr.2,5-9 und Ps.8,4-10. Obwohl in beiden Texten fast der gleiche Wortlaut steht, gilt der Hebräertext speziell für Christus und die Verse im Psalm 8 für den Menschen im Allgemeinen.

Somit muss, wenn ein Mensch für das Reich Gottes gerettet werden will, er zu Jesus beten und ihn um Rettung bitten. Er soll außerdem Christus im Gebet als seinen Herrn in sein Leben aufnehmen.

Die Harfe Gottes und das Gebet zu Jesus

Dass zu Jesus gebetet wird und darin sogar die Rettung liegt, war der Wachtturm-Gesellschaft früher bekannt. In ihrem Glaubensbuch aus dem Jahr 1929 wurden die Leser ermutigt:

Die Harfe Gottes

»... Niemand ist imstande, diese Dinge zu verstehen und wert zu schätzen, ausgenommen diejenigen, die ihre Herzen dem Herrn hingegeben haben. Der Apostel Paulus sagt: "Der natürliche Mensch nimmt nicht an (begreift nicht), was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird." (1. Korinther 2:14) Jehova hat es so angeordnet, daß nur diejenigen, deren Sinn durch den heiligen Geist erleuchtet ist (was auf ihre Weihung, Rechtfertigung und Annahme durch den Herrn folgt), das Geheimnis Gottes verstehen und wertschätzen können.« S. 177

Mit anderen Worten heißt dies:

Nur diejenigen, die sich dem Herrn geweiht und IHN angenommen haben, werden durch den Heiligen Geist erleuchtet und verstehen Gottes Geheimnis. Alle anderen sind dazu nicht in der Lage. Wie ging diese sehr wichtige Weihe vor sich?

»... Er hört, daß dies ihn viel kosten wird. Also spricht Jesus zu ihm: "Setze dich zuvor nieder und berechne die Kosten." (Luk. 14:28) Er hört, daß es ihn alles kosten wird, was er hat, also die Hingabe seiner selbst an den Herrn bedeutet. Der nächste Schritt für den, der ein Christ werden möchte, ist somit, sich zu weihen, das heißt sich ganz dem Herrn und seinen Anordnungen zu übergeben. Dies mag er tun, indem er, kurz gefaßt sagt: Gepriesener Herr, ich übergebe mich allen deinen Anordnungen; hier bin ich. Tue mit mir nach deinem heiligen Willen. Ich wünsche deinen Willen zu tun. Weder der Herr Jesus noch der himmlische Vater zwingt irgend jemand, sondern wir müssen aus eigenem freien Willen zum Herrn kommen, in dem wir seine Hilfe suchen. Dass dies notwendig ist, um ein Nachfolger Jesu zu werden, ist klar in den Worten des Meisters ausgedrückt, wenn er sagt: "Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach." (Matth. 16:24) Sich selbst verleugnen bedeutet sich bereit erklären, seinen selbstsüchtigen Lauf aufzugeben und den Willen des Herrn zu tun. Es bedeutet eine völlige und vollständige Übergabe seiner selbst an den Herrn. Dies bedeutet Weihung: sich selbst gänzlich beiseite setzen, um des Herrn Willen zu tun ...« S.181

Diese Weihe ist eine völlige Hingabe an den Herrn Jesus und diese Tat wird mit einem Gebet zu Christus ausgeführt. Welche Schlüsse sind demzufolge zu ziehen? - Jeder, der sich erretten lassen will von dieser verkehrten Generation (Apg.2:40), muss zu Jesus beten! (Röm. 10:14) - Er muss Jesus als seinen Herrn und Retter in sein Leben aufnehmen.

Es ist interessant, dass dies damals die Wachtturm-Gesellschaft auch wusste und zur Bedingung machte. Mit anderen Worten bedeutet das, dass wir ohne die Weihe an den Herrn Jesus Christus nicht mit dem Heiligen Geist erleuchtet werden. Nun stellt sich die Frage an Jehovas Zeugen: Wurden die Menschen damals aufgrund dieser "Speise" überhaupt gläubig? Wenn ja - und dies kann nicht bestritten werden, denn sonst wären die sogenannten 144.000 noch nicht vollzählig - so können heute die Menschen, die durch Jehovas Zeugen bekehrt werden, nicht wirklich gläubig sein. Es fehlt die biblische Lebensübergabe an Christus.

Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!

In dem Buch "Was lehrt die Bibel wirklich", Kapitel 18 Absatz 14, gibt es zwar eine Hingabe an Jehova Gott, aber keine Hingabe an Jesus Christus. Ich hoffe, dass ein Satz, der in "Die Offenbarung, Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!" steht, von allen Zeugen Jehovas beherzigt wird. Er ist auf Seite 319 Absatz 19 zu finden:

  • Mit Johannes beten wir somit inbrünstig: "Amen! Komm, Herr Jesus."

Möge dieses Gebet zum Herrn Jesus der Anfang sein für ein Umdenken bei den Zeugen Jehovas.

Schlussbemerkung:

Mir ist bewusst, dass ich den Messias Gottes in diesem Beitrag sehr stark in den Mittelpunkt gerückt habe. Dies hat folgende Gründe:

  1. Es ging in erster Linie um das Gebet zu Jesus.
  2. Es geht um die Ehre Jahwes, der in seinem Wort sagen lässt:
    Johannes 5:22-23 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht.

Jahwes Wunsch ist, dass der Sohn genauso geehrt wird wie der Vater. Diese Ehre wird auch im Gebet zu Jesus gegeben. Soweit meine vorläufige Erkenntnis über dieses Thema.

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