Sitemap Links Contact Imprint Feedback Download Chat Forum

A god, who makes the contact to Jesus being a sin, must be Satan.

Eine Tuer - ein Hirte

von "Unbekannt"

Eines der wohl beliebtesten Kapitel in den Evangelien ist das 10. Kapitel im Evangelium des Johannes. Johannes sagt uns ja selbst, warum er ueberhaupt geschrieben hat: ... damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen (Joh. 20:31). Im Glauben sieht Johannes den entscheidenden, den das Leben schenkenden Vorgang, im Glauben an Jesu Person und Wesen, den wir natuerlich in seinem Wort und in seinen Werken erfassen. Und das ist der Inhalt des Glaubens: "Jesus ist Herr, ist der Christus, der Sohn Gottes!" (Joh. 8:21-24). So ist das ganze Evangelium des Johannes ein Evangelium des Glaubens, der auf der Liebe Gottes und Jesu ruht (Joh. 3:16).

Im 10. Kapitel des Evangeliums nach Johannes ringt Jesus noch einmal ganz offen um sein Volk, zu dem er gesandt war, bekennt sich im Bild der Tuer und des Hirten als der Christus. Dennoch spricht er deutliche Worte, so dass die Juden ihn am Ende sogar ergreifen und steinigen wollen. Er beginnt seine Rede in diesem Kapitel mit einem herben und unmissverstaendlichen Satz: "Wer nicht durch die Tuer in den Hof der Schafe hineingeht, sondern anderswo hinuebersteigt, der ist ein Dieb und ein Raeuber". (Vers 1). Jesus bringt seine Bilder hier zwar aus der seinen Zuhoerern gut bekannten Hirtenwelt, aber er beschreibt keine Idylle, sondern setzt die schon frueher begonnene Auseinandersetzung mit den Pharisaeern als den »Hirten« der Juden fort.

Nun spricht er ueber seine Sendung, Vollmacht und Groesse; dies fuehrt zur Entscheidung der Haltung zu seiner Person, damals wie auch heute bei uns! Ist Jesus nur ein grosser Lehrer und Mensch oder ist er der Herr, der Christus, der Sohn Gottes?

Jesus stellt sich den Zuhoerern als der Hirte dar, der seine Schafe kennt und sie liebt, und dessen Stimme seine Schafe kennen; aber zuerst verstanden seine Zuhoerer nicht, was er ihnen sagen wollte (Verse 2-6). In den hebraeischen Schriften wurde oft vom Bild des Hirten gesprochen, wie zum Beispiel in Psalm 23, und gerade die Pharisaeer und Schriftgelehrten als Leiter des Volkes haetten ihn verstehen muessen. Aber wie auch aus dem 8. Kapitel des Evangeliums nach Johannes zu sehen ist, hing damals wie heute unser Hoeren und Verstehen nicht von unserer allgemeinen Verstaendigkeit, vom Verstand, ab, sondern weitgehend von unserer inneren Haltung, von unserem »Ich«; und hier fuehlte sich dieses »Ich« der Pharisaeer schon im ersten Satz angegriffen.

Sie, die hochangesehenen Leiter und Hueter des Volkes, sollten Diebe und Raeuber sein? Das war ungeheuerlich; sie verschlossen ihr Herz. Sie meinten, sie seien durch die Tuer gruendlicher Vorbildung im Gesetz und amtlicher Ermaechtigung zu den Schafen Gottes hineingegangen, ganz anders als dieser Jesus selbst. Nun kam eben dieser Jesus und sagte: Ich bin die Tuer der Schafe ... Ich bin die Tuer; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden ... (Verse 7-9). Jesus ist der einzig rechtmaessige und wirkliche, auch der einzig moegliche Zugang zu dem Hof, in dem die Herde Gottes gesammelt ist. Nur durch Jesus kommt man wirklich und recht zu Gottes Volk. Wer einen anderen Zugang versucht oder einen anderen Zugang anbietet, muss ein Dieb oder Raeuber sein!

Es ist eine schreckliche Tatsache, dass eifrige Menschen wie diese Pharisaeer und Schriftgelehrten, die durch die Tuer des Gesetzes zu den Schafen eingehen wollten, mit viel Einsatz fuer Gottes Volk arbeiteten, sich als Hirten fuehlten und dennoch Diebe und Raeuber sein konnten. Nur durch Jesus kommt man wahrhaft und in rechter Weise zu den Schafen.

Aber nicht »eine richtige Lehre« ueber Jesus ist die Tuer, sondern in Jesus selbst, in seiner Person, in seinem Wesen, in seiner Liebe, die Tuer zu finden. Man muss in Jesus selbst hineinkommen, in Jesus leben, von ihm essen (Kap. 6:57) und trinken (Kap. 4:14; 7:37), um wirklich durch die Tuer zu den Schafen zu gelangen. An Jesus entscheidet es sich auch, wer ein rechter Hirte ist.

Koennte das auch in den 2000 Jahren seit Jesus so gewesen sein? Gewiss! Es gab immer Menschen, welche die Schafe nicht zum Herrn, zu Jesus fuehrten, sondern zu sich und ihren eigenen Interessen. Sie liessen die Schafe nicht auf Jesus blicken (Hebraeer 12:2); er war fuer sie nicht die Grundlage (l.Kor. 2:2; 3:11). Sie meinten bestimmen zu koennen, wo die Tuer zu finden sei oder was die Tuer waere.

So gab es Leute, die behaupteten: Ausserhalb der Kirche gibt es kein Heil; sie machten gleichsam die Kirche zur Tuer, zu einer Art Arche, obwohl diese doch nach 1. Petr. 3:21 etwas anderes bedeutet. Und viele spaeter Kommende haben sich oder ihre Gruppierungen als die Tuer dargestellt; aber Jesus ist die Tuer, er allein! Wenn dich ein Lehrer immer wieder zu Christus fuhrt: gut! Doch wenn Christus bei ihm nur eine geringe, untergeordnete Stellung einnimmt, eine Nebenrolle spielt, dann denke daran: Jesus ist die Tuer. Nur er ist der rechte Eingang. Das hat Jesus nicht einfach so bestimmt; es ist der Wille des Vaters! Jesus suchte nicht seine eigene Ehre; der Vater sucht die Ehre des Sohnes (Joh. 8:50).

In der Weiterfuehrung seiner Rede nach Johannes 10 sagte Jesus nun, die Schafe haetten auf die anderen Hirten nicht gehoert (Vers 8); doch in welcher Weise? Die Juden sind ja den Pharisaeern gefolgt wie auch spaeter Menschen so genannten christlichen Fuehrern. Doch solche Fuehrer, wenn sie auch beliebt sein moegen, erreichen doch die wahren Schafe nie in ihrem Innersten, nie oeffnen sich ihnen die Menschen wirklich und in ihren eigentlichen Noeten und Fragen. Nie werden sich die Menschen gluecklich fuehlen, so wie wenn sie die Stimme des guten Hirten Jesus hoeren, denn bei ihm hoeren sie die Stimme des Lebens und der Errettung.

So kann man wirklich die Stimmen der Lehrer erkennen und dabei auch die Stimme Jesu heraushoeren.

Hoere auf seine Stimme!

Denn nur durch ihn werden wir gerettet (Vers 9). Zur Schar der Erretteten kommen wir nur durch die einzige Tuer der Errettung, die Jesus selbst ist. Es mag wohl manche Wege geben, auf denen ein Mensch bis vor die Tuer kommt, viele unterschiedliche Worte und Lehren, Begebenheiten und Ereignisse, die uns in unserem Leben auf Jesus aufmerksam machten, jeder Christ hat seine persoenliche Lebensgeschichte und Gott geht mit uns sehr verschiedene Wege, wenn er uns zu Jesus zieht. Aber es gibt nur eine Tuer!

Wer durch Jesus eingeht, wird eingehen und ausgehen und Weide finden (Vers 9). Jesus ist immer bei seinen Schafen, ein Leben lang! Weide zu finden ist nur durch Jesus moeglich! Dies ist der Wille Jehovas, des Vaters! Jesu Werk ist einzig das Geben; und was er gibt, ist Leben! Leben im Ueberfluss. Denn er sagt in des Vaters Vollmacht: "Ich bin der gute Hirte!" (Vers 11). Gott hatte diesen guten Hirten lange Zeit verheissen; nun hatte er ihn gesandt und seither ist er da fuer jeden, der auf seine Stimme hoert!

Und es gab ein Kennzeichen: Der gute Hirte laesst sein Leben fuer die Schafe! Eigentlich heisst der griechische Text: Er setzt seine Seele (Psyche) ein fuer die Schafe; dies tat Jesus wirklich, denn er liess nicht nur sein Leben fuer die Menschen, als er hingerichtet wurde, sondern er setzte auch waehrend seiner ganzen Taetigkeit seine Seele, sich selbst, ganz und gar fuer die Schafe ein. Er war allezeit der gute Hirte!

Nach dem Vergleich mit dem gemieteten Lohnarbeiter wiederholt Jesus noch einmal: "Ich bin der gute Hirte" (Vers 14). Der gute Hirte kennt seine Schafe und die Schafe kennen ihn, so wie er den Vater kennt und der Vater ihn. Jesus kennt uns, in all unseren Schwaechen, Fehlern und Suenden; wir brauchen vor ihm nichts zu verbergen - koennen es auch nicht; aber wir brauchen auch nicht zu befurchten, dass er uns wegen unserer Eigenschaften und Taten, wegen unseres verdorbenen Wesens verabscheut; er hatte ja schon versprochen, dass er keinen hinausstossen werde, der zu ihm kommt (Kap. 6:37).

Wer im Glauben einer der Seinen wird, den kennt er in einer fuer uns unvorstellbaren Weise, in seiner Liebe, die einmal alles zurechtbringen wird. Und weil er uns kennt, ja erkannt hat, kennen wir ihn nun auch und hoeren seine Stimme, und zwar hoeren nicht nur die damals angesprochenen Schafe aus der Huerde Israels, sondern auch alle in spaeteren Zeiten noch hinzukommenden Schafe der ganzen Welt (Vers 16-17 und 27).

Er setzt sein Leben, seine Seele ein fuer seine Schafe; alles ruht auf seinem Opfer; er errettet die Schafe vor dem Wolf; sein ganzes Leben, Wirken, Leiden und Sterben ist Kampf mit dem Wolf Satan und der Sieg ueber ihn. Und noch einmal macht er deutlich, dass dies alles wirklich der Wille des Vaters, Jehovas, ist: Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen (Verse 17-18).

Hier kuendigt Jesus auch seine Auferstehung an; er hat die Vollmacht, seine Seele wieder zu nehmen. Wir sehen deutlich, dass der erste und dauernde Blick Jesu immer dem Vater gilt, so sehr er die Menschen auch liebt und fuer sie alles gibt; aber dass in allem Gott verherrlicht werde, darauf kommt es an! Und gerade weil er stets fuer Gottes Ehre und Verherrlichung eintrat, hat Jesus Vollmacht, ohne Beeintraechtigung der Ehre und des Rechtes Gottes, fuer Suender und Gottesfeinde einzutreten und sie mit Gott zu versoehnen.

Jesus der gute Hirte, von Gott gesandt! Und er konnte in Vollmacht sagen: "Meine Schafe hoeren meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen ewiges Leben und sie werden gewiss nicht umkommen in Ewigkeit" (Verse 27-28). Es ist ein einzigartiger Vorgang, der sich bis heute immer neu ereignet, wenn wir das Wort Jesu wahrhaft hoeren und darin die Stimme unseres Herrn erkennen, die Stimme des wahren Hirten.

In der Welt und auch in unserem eigenen Herzen gibt es unzaehlige Stimmen, die um uns werben. Dennoch! Juenger Jesu hoeren die Stimme des guten Hirten in ihrer Reinheit und Liebe! Und wie troestlich ist seine Zusage! Hier ist kein »vielleicht, wahrscheinlich oder moeglicherweise«. Hier ist sein Wort in der Vollmacht des Vaters! Und warum kann Jesus dies sagen? Weil niemand - nein, niemand - die Schafe aus seiner Hand reissen wird und weil niemand imstande ist, sie aus der Hand des Vaters zu reissen! (Verse 28-29). Die beiden maechtigsten Haende, die des Vaters und die des Sohnes, halten die Schafe fest, beschirmen sie! Niemand kann sie daraus reissen! Allerdings, diese Warnung muss gesagt werden: Sie halten uns nicht gegen unseren eigenen Willen fest! Wir koennten - das moege Gott verhueten - uns aus eigenem Willen aus diesen Haenden loesen, zum Verderben. Wir sind nicht mechanisch festgehalten.

Auch hier ist wieder die Einheit zwischen Vater und Sohn betont und deutlich gemacht. Wir sind nicht eigentlich in zwei Haenden; wir sind in der Hand des wahren Hirten; aber in diese Hand hat uns die Hand des Vaters gelegt, und dieser Vaterhand entreisst uns niemand, weil der Vater groesser ist als alles. Das Geben des Vaters und das Tun des Sohnes ist ein einheitliches Handeln, das unserer ewigen Errettung dient. Wie ohne jeden Zweifel, wie kuehn und unverzagt duerfen wir also glauben! Jesus sagte ja: "Ich und der Vater sind eins". Er sagte nicht »Einer«, denn sie fallen nicht in einer Person zusammen; sie bleiben zwei Personen, Vater und Sohn, die aber in vollendeter Gemeinschaft eins sind, wobei der Vater der Gebietende, Fuehrende und Gebende, der Sohn der Nehmende, Gehorchende und Vollziehende ist.

Jesus hat sich in den in Johannes 10 berichteten Worten nun offen dargestellt als Christus, der Sohn Gottes; er ist das Wasser des Lebens und das Licht der Welt, die Tuer und der gute und wahre Hirte. Doch wie reagierten seine Zeitgenossen, sein Volk, zu dem er gekommen war? Als Lehrer und Wundertaeter, als herausragend guten Menschen haetten sie ihn - wie auch viele Menschen heute - wohl angenommen; aber er hatte das Allergroesste von sich ausgesagt, was moeglich war; er hatte es zwar ohne jede Anmassung, vielmehr in der Vollmacht des Vaters gesagt, denn er besass diese Vollmacht, und seine Werke bezeugten es.

Dennoch fuehrten sein Anspruch und seine Worte bei den meisten Zuhoerern zur Ablehnung - so wie auch heute -, weil sie nicht seine Schafe waren (Vers 26). Aber das bedeutet fuer solche Menschen keine Entschuldigung; denn sie sind nicht seine Schafe, weil sie nicht glauben; sie wurden von Jesus wiederholt zum Glauben aufgerufen; aber in freier Entscheidung haben sie diesen Glauben verweigert, so wie das auch heute die meisten tun. Deshalb blieb damals und bleibt auch heute ihre Verantwortlichkeit auf ihnen ruhen.

Manche, die zuerst Glauben bekundeten, haben spaeter dann - vielleicht unbewusst - versucht undeutlich zu machen, dass er allein die Tuer ist, indem sie noch andere Dinge wie zum Beispiel die Beschneidung oder andere Vorschriften - Werke - als zur Errettung notwendig bezeichneten und damit andere Menschen belasteten. Doch mit einer solchen Lehre und Haltung fielen sie aus der Gnade (Galater 5:4; Epheser 2:8). Denke daran: Jesus allein ist die Tuer; er allein ist der gute Hirte! Es gibt keine andere Tuer und keine wie auch immer gearteten Zusatzpfoertchen, es gibt auch keinen anderen Hirten! Menschen, die als Hirten dienen, wie sie auch unter den ersten Christen wirkten, muessen sich nach diesem Hirten richten und ihr Tun und Reden an ihm ausrichten, sich daran auch messen lassen.

Darum lausche immer wieder, ob du die Stimme des guten Hirten vernimmst, vernehmen kannst, wo immer du Stimmen hoerst, die dich beeinflussen wollen; pruefe, ob man dein Auge und dein Ohr, dein Herz und deinen Sinn auf ihn ausrichtet! Dank sei unserem himmlischen Vater fuer diese Tuer und diesen Hirten, fuer seinen Sohn, unseren Erretter!


Comments

If you want to help to create a better translation, use the form below: Old text: ... New text: ... - Thank you very much! The german version you find here.


Top
Add a comment:
Name:   E-Mail:
Your comment will appear on this page latest after 24 hours.
Why not all comments will be published?
© R. Hentschel ♦ Released: 09.01.2008 ♦ Print versionLinks to other web sites
Total visitors: 24,615 | Visitors today: 67 | Visitors yesterday: 79 | Visitors per day: 54.96 | Max. visitors per day: 236 | Max. visitors per day (date): 2011-04-29 | Currently online: 1 | Max. online: 76 | Max. online (date): 2011-01-24, 19:12:49 | Total page views: 69,582 | Page views today: 229 | Page views yesterday: 185 | Page views per day: 155.37 | Max. page views per day: 2,108 | Max page views per day (date): 2011-04-29 | Page views of this page: 9 | Your own page views: 0 | Page views per visitor 2.83 | JavaScript activated 50.45% | Counter started: 2010-11-14 | Statistics | Freeware! But the best Counter!
site:antichrist-watchtower.org