Sitemap Links Contact Imprint Feedback Download Chat Forum

A god, who makes the contact to Jesus being a sin, must be Satan.

Der Bekehrte aus Bayern

Ich bin der Bekehrte aus Bayern und moechte darueber berichten, wie ich es geschafft habe von der Wachtturm-Irrlehre der Jehovah's Witnesses weg zu kommen, wie ich jetzt zu den brachialen Thesen stehe, wie falsch sie sind und wie ich ueberhaupt da hineingeraten konnte. Dazu ist noetig, dass ich ein wenig aushole:

Angefangen hat alles, als ich noch klein war, sprich so ca. 3 Jahre. Bei uns zu Hause klingelte es an der Haustuer und da standen 2 Jehovah's Witnesses. Meine Mutter bat sie herein und liess sich ihr Anliegen erklaeren. Sie tat es in erster Linie aus Neugier, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie keine Ahnung davon, was die Jehovah's Witnesses ueberhaupt wollen, denn es hiess immer nur "lass bloss die Tuer zu, wenn es schellt und 2 Leute davorstehen, dann ist der Verein der Halbdummen wieder unterwegs und damit gibt man sich nicht ab ...".

Haette sie doch bloss den wohlgemeinten Rat beherzigt! Doch es sollte anders kommen. Meine Mutter kaufte einen Wachtturm und ein Erwachet sowie eine Bibel, denn wir besassen bis zu diesem Zeitpunkt keine. Sie machte aus lauter Begeisterung mit den "Schwestern" einen Termin fuer die darauf folgende Woche - da auch mein Vater dabei sein sollte. In der Zeit bis dahin las sie die Zeitschriften und sie schlug die angefuehrten Bibelstellen in der Neuen-Welt-Uebersetzung nach - mit leider nachhaltigen Folgen.

Nun kam also der Termin und mein Vater gesellte sich widerwillig dazu, denn er kam gerade von der Arbeit und hatte keine Zeit sich "vorzubereiten". Nun brachte man eine zweite Bibel, 2 "Vorsatz"-Buecher sowie fuer uns, damals noch 2 Kinder, je ein "Mein Buch mit biblischen Geschichten" mit. Man besprach dann das Thema im allgemeinen und begann das erste Kapitel im "Vorsatzbuch" mit meinen Eltern zu betrachten.

Los ging es damit, dass die eine Schwester zu Beginn des Studiums aus ihrer Tasche ein Kopftuch zog, bevor sie das Eroeffnungsgebet sprach und das Studium "leitete". (Eine Massgabe der WTS besagt, dass wenn Frauen ein Studium leiten, an dem ein Mann beteiligt ist, sie zur Einhaltung des biblischen Gebots, dass die Frau dem Mann untertan sein soll, als Zeichen der Unterordnung die Frauen ein Kopftuch tragen muessen!) Man besprach in einer ebenfalls fast zweistuendigen Session das Thema "Wir sind in den Vorsatz eines liebevollen Schoepfers mit einbezogen".

Meine Mutter war derart angetan von der gesamten Thematik, dass sie meinen Vater zu einem festen Heimbibelstudium ueberreden konnte. Fuer uns Kinder wurde ein separater Termin mit "spezialisierten" Bruedern vereinbart, die mit uns 3 Mal die Woche das "Geschichtenbuch" betrachten und uns mit den anderen Kindern aus der Versammlung vergesellschaften sollten.

Um uns die "Vorbereitung" auf den Stoff zu erleichtern - schliesslich konnten wir gerade einmal ein paar Buchstaben, die dazu reichten, unseren Namen zu schreiben und Mama und Papa - bekamen wir das Buch auf Kassette ausgeliehen. Diese Kassetten waren mit dem Text sowie einer beaengstigenden "Geraeuschkulisse" bespielt, die passend zu den Bildern gewaehlt war und diese erklaerte! (Ab da bekam ich ein kindliches Bild von Daemonen und eine panische Angst im Dunkeln zu schlafen!!!)

So kam dann also unser Termin und wir wurden zum "Studium" von einem jungen Ehepaar abgeholt. Das Studium fand bei ihnen zu Hause statt und das wie gesagt 3 Mal die Woche. Man schlug damit direkt die Bruecke, uns mit in die Zusammenkuenfte zu nehmen. Meiner Mutter war ebenfalls daran gelegen, moeglichst jede Zusammenkunft zu besuchen. Leider ging das nicht lange gut, denn sie stoerte die Zusammenkunft immer mit Zwischenfragen - die leider nicht ins Programm passten!

Man wies sie also an, sich alles zu notieren und erst nach der Beendigung der Zusammenkunft ihre Fragen zu stellen. Ausserdem setzte man sie nach ganz hinten neben die Schwester, die mit ihr studierte, um brennende Fragen sofort zu beantworten. Meinem Vater war es in der ganzen Zeit zum Glueck nur moeglich, zum Gedaechtnismahl und einem Tagessonderkongress zu kommen, da er sonst immer lange gearbeitet hat und so keine Zusammenkunft besuchen konnte - oder wollte ...

Naja, uns fiel es sehr schwer, erst den ganzen Nachmittag still zu sitzen und uns mit denen unterhalten zu muessen und dann abends oder vormittags noch mal 2 Stunden! Das war hart. Wenn man rumgebloedelt hat, dann hat es eins gegeben! Erst von denen! Und wenn man dann weinend zur Mama gerannt kam, gabs da auch noch eine!

"Kinder darf man sehen - aber nicht hoeren!" Das war das Motto meiner Mutter, und da sie mit sich selbst beschaeftigt war, hatte sie natuerlich keine Zeit fuer uns und war froh, uns bei den "lieben" Bruedern parken zu koennen! Naja, und so ging es bis ich 11 war. Mit meiner Mutter wurde das Studium nach ueber 5 Jahren "ergebnislos" eingestellt, denn sie konnte das Rauchen und ein paar andere weltliche Laster nicht lassen und so blieb sie bis zu ihrem Tod vor kurzem "freundschaftlich" mit der Versammlung als "Langzeitinteressierte" verbunden.

Mein Vater beendete sein "Studium" bereits wieder nach 4 Wochen, denn auch ihm "verbot" man das Rauchen sowie die Erfuellung seiner zu diesem Zeitpunkt letzten Reserveuebung bei der Bundeswehr. Wenn er tatsaechlich aufrichtig zu dieser Sache und Jehova eingestellt sei, dann wuerde er sofort gegen den "Marschbefehl" Einspruch einlegen und verweigern!

Ab da war Schicht im Schacht fuer die Jehovah's Witnesses bei meinem Vater! Er stellte die Bedingung gegenueber meiner Mutter auf, dass wenn sie ihn mit dem Kram in Ruhe liesse, sie freie Hand haette bezueglich der Jehovah's Witnesses, ihr und uns! Das wurde genutzt! Da sie ja klaeglich versagte, wurden wir - mittlerweile 3 Kinder - um so haerter in der "Wahrheit" erzogen! Was sie nicht schaffte, das machten die Zuegen Jehovas der oertlichen Versammlung. Und so vergingen die Jahre. Man ertrug im kindlichen Glauben, das Richtige zu tun, die Haenseleien, den Spott und die Schlaege der satanischen Kinder dieser Welt - einfach weil man sich auf die Seite Jehovas stellte und fuer Jehova einsetzte!

Andererseits kam dazu, dass wenn man bei denen (den Jehovah's Witnesses) nicht spurte, es auch da Pruegel gab! Aber aus Gruenden, die die Sache mit sich brachte. Es war die Methode, uns zu "motivieren", denn es gab "Lernaufgaben", die gewissenhaft erfuellt werden mussten. So mussten wir beispielsweise ein Lied auswendig lernen, das da hiess "Bete Jehova in der Jugend an", oder wir mussten die Bibelbuecher der Reihe nach aufsagen koennen. Erst das AT, dann das NT und dann alle zusammen.

Ausserdem bekamen wir Bibelverse vorgesagt, die wir ebenfalls nach Ansage der Bibelstelle aufsagen mussten. Das erfolgte unter anderem auch in der Zusammenkunft. Dann hiess es ganz unvermittelt "... und der Der Bekehrte aus Bayern sagt uns jetzt, was in Sprueche 27:8 steht!" Dann kam das Mikrofon. So ging das! Naja, diese Art der "Unterweisung" machte einen weich und gefuegig und man machte aus Angst vor entsprechenden Konsequenzen selber Schritte sich "weiterzuentwickeln".

Mit 12 liess ich mich in die Theokratische Predigtdienstschule eintragen und mit 13 wurde ich "ungetaufter Verkuendiger". Mit 16 liess ich mich in Kaiserlautern auf dem Bezirkskongress im Fritz-Walther-Stadion taufen und "gab mich Jehova hin" (letztlich der WTS und Satan, aber das wusste ich erst Jahre spaeter). Ich entwickelte "theokratischen" Eifer, indem ich Dauer-Hilfspionier wurde. Ich bereitete mich extrem gruendlich auf die Zusammenkuenfte vor, um moeglichst viele und gute Antworten geben zu koennen. Ich wurde fanatisch!

Selbst in der Schule konfrontierte ich die Lehrer bei jeder Gelegenheit mit dem Thema, so dass nach einiger Zeit und zahllosen Gespraechen der Schule mit meiner Mutter ein Schulpsychologe sich meiner annahm - ohne Erfolg! In der Versammlung bekam ich "Aufgaben" wie den Mikrofondienst, die Technik, das Vorlesen in den Zusammenkuenften sowie Darbietungen in der Dienstzusammenkunft!

Mit 18 wurde ich dann Dienstamtgehilfe und bekam weitere Vorrechte unter anderem als Ordner auf Kongressen. Als ich dann mit 22 schliesslich Aeltester war, begann ich zu sehen, was fuer Fehler und Unschluessigkeiten die Lehre der WTS beinhaltete und extrem wurde es 1999/2000, als eine gravierende Aenderung durch "neues Licht" in Bezug auf das Jahr 1914 ("die Generation, die den Anfang gesehen hat, wird auch das Ende sehen") kam und mir ganz langsam bewusst wurde, das ist ein neuer Versuch (nach 1975) das Ende jetzt auf unbestimmte Zeit zu verschieben und offen zu lassen.

Ich musste Brueder und Schwestern, die deswegen extrem unangenehme Fragen stellten, zurechtweisen und abmahnen - doch warum? Ich hatte selbst keine Antwort! Als ich dann ebenfalls begann, oeffentlich zu hinterfragen, wurde ich in einer Aeltestenbesprechung als Unglaeubiger abgekanzelt, und wenn ich nicht umgehend auf Kurs kaeme, wuerden mir alle Dienstaemter aberkannt. Ich hinterfragte weiter und wurde aller Aemter enthoben, worauf ich mich zurueckzog. Ich war dann sieben Jahre "untaetig", bis ich mich entschloss, einen Schlussstrich unter die Sache zu setzen und alles von der anderen Seite aus aufzurollen!

Ich zog mich dann nach und nach zurueck, wurde untaetig und bekam nach einem langen Gespraech mit dem Bezirksaufseher Bruder Guenther Bahr meine Aemter und meine Stellung als Aeltester aberkannt. Es gab eine Aenderungsmitteilung an die Gesellschaft, das Vereinsregister und eine Bekanntmachung in der Dienstzusammenkunft. War mir aber egal, denn ich besuchte ja eh keine Zusammenkunft mehr und Kontakt zu Bruedern hatte ich auch keinen mehr.

Dann irgendwann, nachdem ich eine Reportage ueber Michael Jackson und sein verkorkstes Leben wegen den Jehovah's Witnesses gesehen hatte, wollte ich wissen, welcher Promi denn noch so ein (ehemaliger) Glaubensbruder ist und goggelte so rum, als ich auf die antichrist-watchtower.org stiess. Ich las die Seiten und mich ueberkam auf einmal das Beduerfnis, hier als jemand der eine "gesunde Distanz" zu der ganzen Sache hat, hier fuer die WTS Partei zu ergreifen und so vielleicht zurueck in die "Organisation Jehovas" zurueckzufinden. So begann dann eine wochenlange teils hartnaeckige Diskussion mit Ruediger Hentschel und anderen um die Fragen, die die WTS-Lehre aufwirft. Diese Diskussion war ein tiefgreifender Wandel fuer mich. Ich wurde erst heiss fuer die WTS-Lehre und dann wurde es immer kuehler. Die Argumente der "Gegenseite" brachten mich dann schliesslich bis zu dem Punkt, wo ich sagte: Es gibt keinen Gott! Damit konnte ich gut leben, bis dann die Diskussion um die Trinitaet wieder aufflackerte. Ich ueberlegte mir also, ob es denn rein hypothetisch sein koenne, das es einen "Dreidimensionalen Gott" gibt. Und bei dem Ueberlegen und den Spekulationen kam mir in den Sinn, was Ruediger mir einige Zeit zuvor gesagt hatte. Er riet mir, Jesus einfach anzusprechen und ihm zu sagen, dass er mir zeigen moege, was denn richtig ist. Das tat ich dann auch und das Ergebnis war das:

Ich hab endlich wirklich Jesus gefunden!

Es kam mir, als ich auf die Kommentare im Forum von d.S. geantwortet hab. Es hat innerlich irgendwie Peng gemacht und ich habe voller Scham und Demut erkennen muessen, nein duerfen, Jesus ist tasaechlich Gott und ja, trotz meiner ZJ-Vergangenheit liebt er mich und will mir helfen!

Ich habe wie Ruediger mir geraten hat, ihm gesagt, was ich von ihm moechte - naemlich dass er mein Leben fuehrt, das ich mich ihm vollstaendig ueberantworte, um ihm in seiner Herde beizuwohnen. Ich konnte ebenfalls zweifelsfrei einsehen - ohne irgendwelche Gedankenhuerden - Jesus ist Gott und die Dreieinigkeit ist die einzig richtige Definition fuer die 3 (den einen)! Nur so koennen sie als universelle Souveraenitaet wirken! Alles andere ist sinnlos!

Jesus ist die Wahrheit, das Leben und das Licht und endlich habe auch ich es finden duerfen!

Jesus ist real, er existiert und hat Interesse an jedem!
Das ist ein unbeschreibliches Gefuehl!

Ich wurde jetzt ein paar Mal gefragt, wie sich diese neue Besinnung geaeussert hat, was ich dabei fuer ein Gefuehl hatte. Nun, ich moechte versuchen es zu beschreiben: Ich habe mich noch aus rein atheistischer Perspektive daran gemacht, die besagten Kommentare zu verfassen. Als ich dann gezwungen war, ueber das Thema Jesus im Ganzen nachzudenken, ist innerlich ploetzlich ein Knoten geplatzt. Es war, als haette jemand was in mir zum Leben erweckt - und es war ja auch tatsaechlich so.

Ich konnte endlich mit dem Herzen glauben und nicht mehr mit meinem Verstand, wie ich es aus Zeugen-Jehovas-Zeiten gewoehnt war. Daraufhin war die Sache klar: Ich habe Jesus gefunden, den Weg zu ihm und ich spuere es. In jeder Sekunde. Ich sehe Dinge, die mir frueher als - pardon - pervers im Glauben schienen, aus einer anderen Sicht, sie sind real und stimmig. Das habe ich akzeptieren und einsehen duerfen. Ich brauche keine bunten Bilder mehr, die mir zeigen, was ich mir vorstellen muss, nein, ich habe das geistige Paradies entdeckt und es ist in meinem Herzen! Jesus ist der Ursprung, die Quelle aller Erkenntnis und wenn man gewillt ist, sich ihm vollstaendig auszuliefern und loszulassen, dann, ja dann kann man diese Erfahrung machen.

Gerade als Zeuge Jehovas, wo Glauben gleich Bibelstudium ist, ist diese Erfahrung ungleich wertvoller, nein extremer, als bei einem "normalen" Menschen. Jesu Einladung, ihm nachzufolgen, bekommt so einen neuen, ja ganzheitlichen Eindruck, der jeden, der es zulaesst, uebermannt und einen auf den richtigen und einzig wahren Weg fuehrt! Anders kann ich das nicht beschreiben!

Nun, da ich hier ja ein oeffentliches Bekenntnis zu meinem Glauben abgelegt habe, moechte ich noch ein paar Worte an die Jehovah's Witnesses unter den Lesern richten:

Mir ist bewusst, dass ihr als Gefangene dieser Bunte-Bilder-Religion mit Hau-Drauf-Mentatlitaet und totalitaerem Anspruch eine solche Wandlung vom Aufseher zum echten, wahren und erfuellten Glauben nicht fassen und begreifen koennt (steht ja nicht im Wachtturm, wie das geht), aber dennoch ermuntere ich die unter euch, die Zweifel hegen an der Doktrin der WTS, einmal ganz unabhaengig und jenseits aller verwurzelten Thesen sich selbst zu pruefen.

Ist es denn so unwahrscheinlich, dass ihr auf dem falschen Weg seid?

Ist es so unwahrscheinlich, dass die WTS doch nicht Recht hat und nur ihren eigenen Vorteil sucht?

Ist es so unwahrscheinlich, dass Jesus doch eine andere - gewichtigere Rolle innehat als die, die der Wachtturm verkuendet?

Ist es so unwahrscheinlich, dass der Weg zum Vater in und nicht durch Jesus ist?

...

So koennte ich den Fragenkatalog unendlich fortsetzen, doch bitte betrachtet euren Glauben einmal ausserhalb der WTS, ohne Wachtturm, ohne Einsichtenbuch - nur mit dem Herzen (nicht mit dem WTS-gezuechteten Verstand!!!) und fragt euch, wie sieht Jesus mich? Bin ich auf dem richtigen Weg?

Und so entwickelte sich Tag fuer Tag eine neue und vor allem tiefere Beziehung zu unserem Herrn. Ich wollte dann aber wissen, wer hat denn jetzt recht bzw. wer ist denn jetzt die wahre Religion? Also ging ich daran, mir die verschiedensten christlichen Orientierungen anzuschauen und musste feststellen, dass da noch nicht das passende fuer mich dabei war. Dann kam ich durch eine Reportage den Agnostikern auf die Spur - was ich besser sein gelassen haette, denn es fing ein erneuter Spiessrutenlauf hier auf der Seite an.

Aber seitdem versuche ich, entgegensetzt der Zeiten als "Vorschlaghammer-Christ" nicht um jeden Preis die "Wahrheit" zu ergruenden, sondern hoere mir die Berichte und Erfahrungen anderer an und habe gemerkt, das Jesus fuer jeden, der ihn sucht und finden will, ein individuelles Rezept parat hat, um ihn zu versorgen. Bei mir ist es (noch) die Seite hier, bei anderen sind es freichrsitliche Gemeinden, etc.

Aber es hilft mir ungemein, auf diesem Portal meine gemachten Erfahrungen zu verarbeiten und vor allem aus einer neuen Perspektive und neuem Licht zu sehen. Besonders in meiner Zeit als Aeltester hatte ich die schrecklichsten Erfahrungen machen muessen. Es sind Begebenheiten, die sich tatsaechlich so ereignet haben.

Da gab es z.B. einen aelteren Bruder, der in einem "geteilten Haus" lebte. Er war um die 60 und nervenkrank. Er hatte verschiedene Besuche in einer Nervenheilanstalt hinter sich und musste starke Psychopharmaka einnehmen. Irgendwann kam er auf den Bruder zu, der ihn zu den Zusammenkuenften abholte, und sagte ihm, bei ihm wuerden merkwuerdige Dinge vor sich gehen, die ihn panisch werden liessen. Der Bruder ging der Sache nach, blieb ueber Nacht bei ihm, befragte die unglaeubige Ehefrau (die nichts mitbekommen hatte, weil sie in einer Wirtschaft arbeitete und das bis tief in die Nacht). Aber alles ohne Erfolg.

Irgendwann kam der Bruder wieder in die Anstalt, weil er einen "Anfall" hatte. Daraufhin kam der Bruder, der ihm helfen wollte, zu uns und schilderte uns den Vorfall. Wir besuchten mit 2 Aeltesten daraufhin den Bruder in der Anstalt und sprachen auch mit dem behandelnden Arzt, der uns davon berichtete, das "Herr X an merkwuerdigen Halluzinationen leiden" wuerde. Als Bruder X wieder einigermassen klar war, sprachen wir mit ihm und er schilderte uns Merkwuerdiges. So hatte er nachts immer wieder von seinem ausgebauten Speicher lautes Poltern und Klopfen gehoert. (Info: Sein Sohn hatte sich dort 25 Jahre zuvor erhaengt.) Und er dachte, da es eine Ferienwohnung war, seine Frau haette diese vermietet.

Also ging er hoch, um um Ruhe zu bitten. Doch da war niemand. Er tat das als Nebenwirkung seiner Medizin ab. Als er dann aber in seinem Schlafzimmer Stimmen hoerte und trotz geschlossenem Fenster und geschlossener Tuer starke Luftzuege wahrnahm, bekam er es so mit der Angst zu tun, dass er "cholerisch" wurde. Nachdem er wieder aus dem Krankenhaus zu Hause war, wollten wir auf Nummer sicher gehen und besuchten ihn.

Und da passierte tatsaechlich das, was er uns beschrieben hatte. Wir 3 (2 Aelteste und er) haben also angefangen, laut zu beten und haben dabei den vermeintlichen Gottesnamen Jehova sehr oft gebraucht. Das ging fast 2 Stunden und irgendwann war der "Spuk" vorbei. Ich erinnere mich an hallendes Gelaechter, eine dunkel fluesternde Stimme sowie immer von einer anderen Seite kommende Lueftzuege. Nach einer gewissen Zeit gab es einen lauten Schlag und eine Schublade flog aus einer Kommode und seitdem war Ruhe.

Ich schrieb diese Erfahrung und deren Beendigung dem Tun Jehovas zu. Schliesslich haben wir gebetet und die Passage mehrmals laut gelesen, wo Jesus Daemonen ausgetrieben hat. Ich war ueberzeugt, damit einen Beweis zu haben, dass die WTS die wahre Religion ist. Heute, mit all meinem Hintergrundwissen, weiss ich, dass ich da den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben habe.

Solche Faelle mussten dann dokumentiert werden und gingen dann an Selters. Gehoert hat man dann nichts mehr davon. Verwechseln darf man das nicht mit einem Exorzismus, denn hier war die "Heimsuchung" raeumlicher und nicht koerperlicher Natur!

Ein weiteres Erlebnis kenne ich vom Hoerensagen. Der Kreisaufseher Bruder Litti schilderte uns in der Aeltestenversammlung einen Fall, der "handfester" zuging. Hierbei war eine junge Schwester betroffen, die meinte, nachts, wenn sie im Bett lag, bedraengt zu werden. Sie hatte immer das Gefuehl, dass jemand neben oder direkt hinter ihr liegen wuerde. Erst tat sie es als Einbildung ab. Spaeter wurde es so schlimm, dass sie eine vermeintliche Hand merkte, die ueber ihren Oberschenkel strich und dann kam das Spueren von einem Atem im Nacken dazu.

Sie rief sofort den Kreisaufseher an bzw. den Aeltesten, bei dem er untergekommen war, und man beseitigte das Problem auf aehnliche Weise. Hier war jedoch eine sich "bewegende Zudecke" das Zeichen der Verfluechtigung. Die junge Schwester zog danach mit 2 anderen ledigen Schwestern in eine WG ... Das sind 2 Erfahrungen, die ich mich bisher nicht getraut habe zu berichten.

Wenn du dieses veroeffentlichen willst, dann bitte in diesem Fall anonym [Meinung spaeter geaendert, R. H.]. Ich habe heute noch tierische Angst, wenn ich mich daran erinnere - nicht so eine Angst wie ein Kind im Dunkeln, nein, es ist panische Angst, die den kalten Schweiss zum Ausbruch bringt. Vielleicht ist es aber auch einfach nur gut, wenn du weisst, was ich erlebt habe. Ob du daraus was machen willst, ist dir ueberlassen. Dass ich es so erlebt habe, schwoere ich dir. Diese Berichte sind haufenweise in einigen Versammlungen protokolliert und kein Hirngespinst einzelner. Es ist - so sehe ich das - ein Mittel Satans, skeptische Zeugen davon zu ueberzeugen, das Richtige zu tun und DIE Religion der Religionen zu haben ...

Jeder Zeuge Jehovas, der das hier gelesen hat, ist ermuntert, seinen Glauben auf Herz und Nieren zu pruefen und vor allem die Gesamtzusammenhaenge seiner Organisation WTS intern aber auch extern zu pruefen. Jeder Zeuge Jehovas soll sich die Zeit und Muehe machen, vom Namen seines "Gottes" bis hin zu dem Hintergrund und der freimaurerischen Basis seiner "einzig wahren Religion" zu blicken und zu erkennen, dass er mit jedem Tag laenger, dem er Satan dient, Jesus mehr entsagt. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, aber was mit mir passiert ist, ist fuer mich bis jetzt noch unfassbar und vor allem unverdient. Aber es ist passiert - dank und durch Jesus!!!!

Der Bekehrte aus Bayern [07.07.2008]


Comments

If you want to help to create a better translation, use the form below: Old text: ... New text: ... - Thank you very much! The german version you find here.


Top
Add a comment:
Name:   E-Mail:
Your comment will appear on this page latest after 24 hours.
Why not all comments will be published?
© R. Hentschel ♦ Released: 07.07.2008 ♦ Print versionLinks to other web sites
Total visitors: 24,619 | Visitors today: 71 | Visitors yesterday: 79 | Visitors per day: 54.97 | Max. visitors per day: 236 | Max. visitors per day (date): 2011-04-29 | Currently online: 4 | Max. online: 76 | Max. online (date): 2011-01-24, 19:12:49 | Total page views: 69,588 | Page views today: 235 | Page views yesterday: 185 | Page views per day: 155.38 | Max. page views per day: 2,108 | Max page views per day (date): 2011-04-29 | Page views of this page: 21 | Your own page views: 0 | Page views per visitor 2.83 | JavaScript activated 50.45% | Counter started: 2010-11-14 | Statistics | Freeware! But the best Counter!
site:antichrist-watchtower.org