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Papst Benedikt 16
weiht sein Leben der Mutter Gottes

Papst Benedikt 16 sonnt sich in allgemeiner Pupolaritaet. Seinen Besuch in Frankreich nutzte er, um vor dem Goetzendienst zu warnen. Der oberste Goetzendiener verfuehrt die Welt.

Lesen Sie einen Auszug aus dem Buch des ehemaligen Pater Chiniquy (50 Jahre in der Kirche Roms, 40 Jahre in der Kirche Christi):


Wie mein Glaube an die Jungfrau Maria erschuettert ward

Am 15. August des Jahres 1850, am Fest von Mariae Himmelfahrt, predigte ich in der Kathedrale zu Montreal ueber die Macht der heiligen Jungfrau Maria, im Himmel fuer uns arme Suender zu bitten.

Ich verehrte sie damals von ganzem Herzen. Nichts schien mir natuerlicher, als zu ihr zu beten und sich auf ihren Schutz zu verlassen. Ich suchte in meiner Predigt zu zeigen, dass Jesus Christus keine Bitte abweisen koenne, die Ihm von Seiner Mutter vorgetragen werde, sondern dass sie immer alle Gnaden von ihrem Sohne erlangt habe, die sie von Ihm fuer ihre Verehrer erbat. Meine Predigt war selbstverstaendlich mehr sentimental als biblisch, wie dies bei den roemischen Priestern ueblich ist. Doch meinte ich's ehrlich und glaubte aufrichtig, was ich den Leuten sagte.

Ich sagte den Andaechtigen, es werde wohl niemand unter ihnen einer geliebten Mutter etwas abschlagen koennen; wie sollte das dann Jesus tun, der beste unter allen Soehnen? Ueberdies heisse es ja, Jesus sei seinen Eltern untertan gewesen. Nun sei Er aber der selbe, gestern und heute und in Ewigkeit; also - schloss ich mit der Logik eines roemischen Priesters - muesse Er ihr auch heute noch untertan sein! Darum lade denn auch «die heilige Kirche, dieser Pfeiler und diese Grundfeste der Wahrheit», die Glaeubigen ein, ihr Vertrauen auf die Fuerbitte der Mutter Gottes zu setzen.

Dies um so mehr, als wir alle Jesum Christum so unzaehlige Male mit unsern Suenden erzuernt haetten, dass wir es gar nicht wagen duerften, selbst vor Seine beleidigte Majestaet zu treten; nur Seine Mutter koenne das fuer uns tun; sie sei in Wahrheit, wie Papst Gregor XVI. es feierlich ausgesprochen habe, «die einzige Hoffnung der Suender». Ihr, der Himmelskoenigin, habe Jesus noch nie etwas abgeschlagen; das war der Refrain, der in meiner Predigt bestaendig wiederkehrte.

Indem ich so zum Volke redete, glaubte ich wirklich, die wahre Religion Christi vorzutragen; ich lehrte, was die roemische Kirche von allen ihren Priestern verlangt. Auch hatte diese Predigt einen sichtlichen und tiefen Eindruck auf die Zuhoerer gemacht; Bischof Prince, der sie mit angehoert hatte, dankte mir besonders dafuer und gratulierte mir zu dem Effekt, den sie gemacht habe.

Gott zeigte mir jedoch, dass Er meine Predigt anders beurteile. Ehe ich zu Bett ging, pflegte ich einen Abschnitt aus meiner Bibel zu lesen und tat das auch am Abend von Mariae Himmelfahrt im Gastzimmer des bischoeflichen Palastes, wo ich uebernachten sollte. Es traf sich, dass ich das 12. Kapitel im Evangelium Matthaeus las; dies geschah mit betendem Herzen und im Verlangen, die Worte des Herrn zu verstehen. Ich kam zum 46. Vers, wo erzaehlt wird, dass die Mutter und die Brueder Jesu Ihn besuchen wollten. Diese Stelle hatte ich schon oft gelesen, aber noch nie hatte sie mir den Eindruck gemacht, wie eben jetzt.

Ich konnte mir lebhaft vorstellen, - wie Maria sich gefreut haben muesse, ihren Sohn wiederzusehen. Und nun, was stand da? «Jesus antwortete und sprach: Wer ist meine Mutter, wer sind meine Brueder? Und Er streckte Seine Hand aus ueber Seine Juenger und sprach: Siehe da, meine Mutter und meine Brueder! Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der selbe ist mein Bruder, Schwester und Mutter!»

Der helle Schweiss trat mir auf die Stirn und mein Herz klopfte hoerbar, als ich diese Worte las und damit meine heutige oeffentlich vorgetragene Lehre verglich, dass Jesus immer die Wuensche seiner Mutter erfuellt habe. Hier wuenschte sie doch eine Unterredung mit ihrem Sohn, und Er gewaehrte ihr die selbe nicht einmal! «Schaemst du dich nicht», hiess es in mir, «dich selbst und andere mit solchen Albernheiten zu betruegen?» «Weisst du nicht», sprach mein Gewissen wie mit Donnerstimme zu mir, «dass du heute morgen eine gotteslaesterliche Luege ausgesprochen hast? Lies nur, was die Evangelisten erzaehlen, so wirst du finden, dass Jesus Seiner Mutter nie eine Bitte gewaehrt hat, und nicht, wie du gesagt hast, immer! Er hat sie vielmehr zurechtgewiesen, sowohl bei diesem Anlass, als auch bei der Hochzeit zu Kana. Warum das? Etwa, weil er sie nicht liebte und nicht respektierte? Nein, aber weil er feierlich protestieren wollte gegen die abgoettische Verehrung, die man, wie Er wohl voraussah, in der Folgezeit Seiner Mutter erweisen wuerde.»

Dies alles brachte mich so in Verwirrung, dass ich am ganzen Leibe zitterte. Die Stimme, die ich in meinem Innern vernahm, hielt ich fuer des Teufels Stimme, und ich rief Gott und die heilige Mutter an um Errettung aus der Hand des boesen Feindes.

Aber mir wurde bald klar, dass es nicht des Satans, sondern Gottes Stimme sei, die mich zur Bibel wies. So schlug ich denn auf und las die Stellen nach, in welchen Markus und Lukas den selben Vorfall berichten, und es entging mir nicht, dass Lukas den Herrn sich sogar noch schaerfer sich ausdruecken laesst.

Was war da zu tun? Wie konnte ich dem uebereinstimmenden Zeugnis der Evangelien widerstehen? Zitternd fiel ich auf meine Knie und rief nochmals die Jungfrau Maria an, sie moechte mich doch in dieser Versuchung bewahren, dass ich den Glauben an sie nicht verliere. Aber je ernstlicher ich so betete, desto lauter hiess es in mir: «Wie darfst du sagen, Jesus habe die Bitten Seiner Mutter immer erfuellt, wenn doch das Evangelium das gerade Gegenteil berichtet?»

So kaempfte es in mir die ganze Nacht. Als der Tag anbrach, war ich nahezu ueberwunden, d. h. mein Verstand, der Wille noch nicht. Doch hatten meine bisherigen Ansichten von der Anbetung der Jungfrau Maria einen bedenklichen Stoss erlitten und sich ganz bedeutend veraendert.

Als ich nach dieser schlaflosen Nacht mit roten Augen zum Fruehstueck kam, fragte mich der Bischof: «Sind Sie krank? Sie sehen ja aus, als haetten Sie die ganze Nacht geweint?» «Das habe ich auch wirklich getan, gnaediger Herr!» bekannte ich. «Kann ich erfahren, warum?» fragte der Bischof teilnahmsvoll. «Ja, mein Herr Bischof, das koennen Sie! Ich bin sogar verpflichtet, es Ihnen zu sagen. Aber ich bitte, nicht hier, sondern wenn wir allein sind, in Ihrem Zimmer. Was ich Ihnen zu sagen habe, ist etwas so Delikates, dass ich es Ihnen nur unter vier Augen mitteilen kann.»

Mein Gespraech mit dem Bischof ueber die Marienverehrung

Als wir nach dem Fruehstueck allein beieinander waren, dankte ich dem Bischof fuer die guetige Erlaubnis, ihm mein Herz leeren zu duerfen. Er war mir uebrigens schon seit meiner Studienzeit gewogen, da er damals Professor der Redekunst am Priesterseminar gewesen war; seitdem hatte er oft bei mir gebeichtet, auch regen Anteil an meinen Temperenzbestrebungen genommen.

«Ich habe die schrecklichste Nacht in meinem Leben gehabt!» sagte ich zu ihm, «Die ganze Nacht war ich von Anfechtungen gegen unsere heilige Religion geplagt. Ihre anerkennenden Worte hatten mir gestern so wohlgetan; aber in der Nacht wurde meine Freude in Verzweiflung verkehrt. Eine Stimme sagte mir waehrend dieser ganzen Zeit, ich habe in meiner gestrigen Predigt ganz gotteslaesterlich gelogen, als ich behauptete, Jesus koenne seiner Mutter nichts abschlagen, habe es auch nie getan. Aus der Bibel musste ich mich nahezu ueberzeugen, dass ich, ja dass unsere ganze heilige Kirche eine laesterliche Unwahrheit lehrt, wenn sie die Marienverehrung als eine im Evangelium begruendete Uebung bezeichnet.»

Der arme Bischof war ob dieser Erklaerung wie vom Blitz getroffen. Er sagte: «Sie werden doch dieser Versuchung nicht nachgegeben haben, sonst wuerde es am Ende noch wahr, was Ihre Feinde laengst einander zufluestern, dass Sie schliesslich zum Protestantismus abfallen werden.»

«Gnaediger Herr», entgegnete ich, «der barmherzige Gott moege mich bewahren, dass ich bis an mein Ende ein treuer und eifriger Priester unserer heiligen Kirche bleiben kann! Das aber muss ich Ihnen bekennen, dass mein Vertrauen zur Kirche in letzter Nacht stark erschuettert worden ist. Als ein Bischof muessen Sie mehr Licht und Erkenntnis haben als ich. Ihr weiser Rat und Ihre Schriftkenntnis koennte mir nie willkommener sein als gerade jetzt. Helfen Sie mir, bitte, aus dem Sumpf heraus, in welchen ich diese Nacht hineingeraten bin. Lesen Sie einmal, was hier steht!»

Mit diesen Worten reichte ich ihm die aufgeschlagene Bibel und deutete auf den Schluss von Matthaeus 12. «Bitte, lesen Sie das laut!» Der Bischof tats. Dann schaute er mich fragend an: «Was wollen Sie denn damit?» «Euer Gnaden wollen mir guetigst erklaeren, mit welchem Recht wir angesichts dieser Stelle behaupten koennen, Jesus habe seiner Mutter alle Bitten gewaehrt, waehrend der Evangelist uns doch hier das gerade Gegenteil sagt.»

Der arme Bischof geriet ob dieser einfachen und ehrlichen Frage in die groesste Verlegenheit. Er hatte entweder die Stelle noch gar nie gelesen, oder aber wie die meisten Priester nie bemerkt, dass sie der Kirchenlehre so direkt entgegen ist. Um ihm aus der Verlegenheit herauszuhelfen, bat ich ihn um die Erlaubnis, ihm noch einige weitere Fragen stellen zu duerfen, was er mir gerne gestattete.

Hierauf legte ich ihm folgende Fragen vor: «Wer ist in die Welt gekommen, uns zu retten, Jesus oder Maria?» «Jesus!» antwortete der Bischof.

«Wer wurde der Suenderfreund genannt, er oder sie?» «Jesus nannte man so!»

«Zu wem hat er die Suender eingeladen, zu Maria oder zu sich?» «Er hat gesagt: Kommet her zu mir, alle, die ihr muehselig und beladen seid!» antwortete der Bischof. «Er hat nie gesagt: Geht zu meiner Mutter!»

«Erzaehlt uns die Schrift vielleicht von irgend einem Suender, der zuerst zu Maria gegangen waere und dann durch sie Zutritt zu Jesus erlangt haette?» «Mir ist kein solcher Fall bekannt», sprach der Bischof.

«Dagegen», sagte ich, «wissen wir, dass der sterbende Schaecher sich an Jesum wandte und nicht an Maria, obgleich diese bei dem Kreuze stand.» «In der Tat!» bestaetigte der Bischof.

«Aber nun sagen Sie mir, gnaediger Herr, hat denn Jesus, seitdem er zum Himmel eingegangen ist, etwas von Seiner Suenderliebe und Erloesungsmacht verloren, so dass nun Maria an Seine Statt treten muesste?» «Gewiss nicht!» entgegnete der Bischof; «Jesus hat noch die gleiche Liebe und die selbe Macht.»

«Also», schloss ich, «wenn Jesus noch immer mein bester Freund, mein maechtiger und gnadenvoller Erloeser ist, warum sollte ich nicht direkt zu Ihm gehen, sondern zu jemand, der weit unter Ihm steht?»

Der Bischof stammelte eine mir unverstaendliche Antwort. Dann stand er auf und sagte, er habe ein dringendes Geschaeft zu besorgen, reichte mir die Hand und gab mir den Rat, in den Kirchenvaetern zu forschen; dort werde ich die Antwort auf meine Fragen finden.

«Koennen Sie mir die Kirchenvaeter leihen?» fragte ich begierig. «Leider nicht!» sagte der Bischof; «ich besitze sie selber nicht.» Diese Antwort ueberraschte mich sehr und erschuetterte mein Vertrauen erst recht. Der Bischof verwies mich auf die Kirchenvaeter und hatte deren Schriften offenbar selbst nicht einmal gelesen! Aber ich wollte seinem Rate trotzdem folgen und bestellte mir sofort bei einem Buchhaendler die ganze Kollektion. Wie gross war aber mein Erstaunen, als ich beim eifrigsten Studium keine einzige Stelle fand, wo die Kirchenvaeter die Anbetung der Jungfrau Maria befuerwortet haetten! Bis ins sechste Jahrhundert nach Christi Geburt findet sich davon nicht die Spur! Alles, was man in katholischen Ausgaben von Marienverehrung liest, ist spaeterer Zusatz, betruegerischer Weise hineingeschoben in den urspruenglichen Text.

Als mir das klar wurde, hiess es in mir bestaendig: «Gehe aus von Babel!» Aber wohin sollte ich gehen? Wo sollte ich ausserhalb der roemischen Kirche das Heil finden, das doch meiner Meinung nach nur innerhalb der selben zu haben war? «Gewiss», sagte ich mir, «irrt meine Kirche in einzelnen Punkten; der Staub der Jahrhunderre hat sich auf ihre goldenen Schaetze gelegt. Aber wer garantiert mir, dass ich nicht innerhalb der Hunderte von protestantischen Kirchen (die es in Amerika gibt), bei den Episcopalen, Lutheranern, Presbyterianern, Congregationalisten, Baptisten, Methodisten und wie sie alle heissen, noch viel aergere Irrtuemer finde?

Vor allem vermisste ich bei diesen verschiedenen protestantischen Kirchen die Einheit, wie sie die roemische Kirche wenigstens nach aussen darstellt. Ich verstand eben damals Christi Wort noch nicht, da Er sagt: «Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.» Spaeter wurde es mir an einem selbstgepflanzten Weinstock klar, dass die verschiedenen Rebschosse trotz all ihrer Verschiedenheit eben doch alle eins sind in dem gemeinsamen Stock, aus dem sie hervorwachsen, und dass ebenso auch, trotz aller Verschiedenheit in Lehre und aeusserer Form, alle wahrhaft christlichen Kirchen in Christo eines sind.


Soweit die Erfahrungen eines katholischen Priesters von vor ueber 150 Jahren.

Bis heute schafft es die Katholische Kirche, ihren Goetzendienst, die Vergoetterung der "Mutter Gottes" immer neu in der Welt zu etablieren. Der Oberste aller Goetzendiener, der Papst, stellt sich in aller Oeffentlichkeit als jemand dar, der sein Leben dieser Abgoettin geweiht hat. Wie kommt es, dass nicht alle Christen schon lange aus dieser Schandkirche entwichen sind?

Goetzendiener Papst

Grundlage fuer den Erfolg dieses heidnischen Betruges ist die Oberflaechlichkeit der Menschen. Sie lassen sich allzu gern mit allen moeglichen psychisch und physisch wirksamen Drogen benebeln und lieben den geistigen Zustand der kritiklosen "Ausgeglichenheit". Auf der Basis der Willigkeit der Menschen, sich betruegen zu lassen, uebt die Katholische Kirche seit mehr als 1000 Jahren den groessten Betrug, den die Menschheit je gesehen hat.

Und dieser moderne Papst Benedikt 16 erfaehrt auch noch die Zustimmung besonders vieler Jungendlicher in allen Laendern.

Hier ist Weisheit. Wer die Zeichen der Zeit verstehen will, vertraue sein Leben dem Christus an. Danach wird er Schritt fuer Schritt den fatalen Fehler der Katholischen Kirche erkennen.


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